1069 Steuerzahler haben sich beim Finanzamt Konstanz selbst angezeigt

SPD  Hans-Peter Storz  11/ 2011 Foto: Wolfgang SchmidtKonstanz. Uli Hoeneß ist nicht der Einzige. Landtagsabgeordneter Hans-Peter Storz (SPD) berichtet von einer hohen Zahl von Selbstanzeigen beim Finanzamt Konstanz. 1069 Steuerzahler haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren beim Finanzamt Konstanz Selbstanzeige erstattet, weil sie Geld in der Schweiz liegen und nicht korrekt versteuert haben. Der SPD-Bundestagskandidat Tobias Volz sagt, Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen.

Daten aus dem Finanzministerium

Wörtlich schreibt Storz: „1069 Steuerzahler haben in den letzten zweieinhalb Jahren beim Finanzamt Konstanz Selbstanzeige gestellt, weil sie Kapitalerträge aus der Schweiz und Liechtenstein nicht korrekt versteuert hatten.“ In Konstanz werden Steuerstrafsachen aus der Zuständigkeit der Finanzämter in Singen, Waldshut-Tiengen und Konstanz bearbeitet. Diese Daten habe das baden-württembergische Finanzministerium bekannt gegeben.

Risiko für Steuerhinterzieher erhöhen

„Gegen Steuerhinterziehung hilft nur Prüfung“, sagt dazu der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz. Landesweit haben die Selbstanzeigen zu 400 Millionen Euro zusätzlichen Einnahmen geführt. Als Mitglied des Finanzausschusses weiß Storz, wo dieses Geld besonders dringend benötigt wird. „Seit 2011 haben wir 250 zusätzliche Steuerfahnder eingestellt, weitere 250 werden 2014 und 2015 folgen“ Mehr Personal in der Steuerverwaltung erhöhe das Risiko für Steuersünder, ertappt zu werden. „Wenn die Fahndung einmal läuft, hilft auch die Selbstanzeige nicht mehr“, erinnert Storz Schwarzgeld-Besitzer daran, endlich reinen Tisch zu machen.

Storz will Daten kaufen

Zur hohen Zahl an Selbstanzeigen habe sicher beigetragen, dass das Land über den Kauf von Steuer-CDs diskutiert habe. Storz begrüßt, dass das Finanzministerium auch weiterhin Daten ankaufen wolle.

Steuerhinterzieher sind Verbrecher

„Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verbrechen“, ergänzte SPD-Bundestagskandidat Tobias Volz, der die grün-rote Landesregierung für ihren Widerstand gegen das gescheiterte Steuerabkommen mit der Schweiz lobte. „Als Unternehmer führe ich für meine Mitarbeiter Lohnsteuer ab und bezahle meine Steuern in Deutschland. Mir und allen anderen ehrlichen Steuerzahlern ist es nicht zuzumuten, dass Schwarzgeldbesitz mit niedrigeren Steuern belohnt werden,“ erinnert er an die schwarz-gelben Konstruktionsfehler des Abkommens.

Ein Kommentar to “1069 Steuerzahler haben sich beim Finanzamt Konstanz selbst angezeigt”

  1. Fafnir
    3. Juli 2013 at 16:58 #

    Wie kommen manche Leute eigentlich darauf, daß der Staat ein Recht hat, seinen Bürgern das Geld hemmungslos aus der Tasche zu ziehen? Der Staat nimmt enorme Summen an Steuern ein und verschuldet sich trotzdem so abartig, daß die Schulden niemals zurückbezahlt werden können. Die Hälfte des Staatshaushaltes für die Zinsen! Jeder dritte Euro für soziale Wohltaten und Volksberuhigung! Und dann kommen sozialistische Populisten daher und beschimpfen die Bürger, weil sie nicht noch mehr abdrücken wollen. Was sind das denn für verschobene Maßstäbe? Der Staat soll gefälligst mit den Steuergeldern vernünftig umgehen und seine Bürger nicht als Diebe und Asoziale einstufen. Eine Frechheit ist das. Verbrecher sind nicht die Bürger, sondern die Politiker, die sich die Taschen voll machen, ständig neue Abgaben, Steuern und Umlagen erfinden und die abgepressten Steuergelder sinnlos verschwenden. Nicht die Schweiz ist eine Steueroase, sondern Deutschland ein Steuerwüste. Nicht der Staat weiß am besten, für was er das Geld für seine Bürger ausgibt, sondern die Bürger selber. Aber sowas kommt diesen sozialistischen Staatsgläubigen nicht in den Sinn. Thomas von Aquin sagte im 13. Jahrhundert: „Steuern sind ein erlaubter Fall von Raub“. Damals betrug der Steuersatz zehn Prozent („der Zehnte“). Mittlerweile ist dieser staatliche Raubzug in Plünderung ausgeartet.

    Steuern 1892: 0,62 Prozent für kleine Einkommen. 4 Prozent Spitzensteuersatz für Großverdiener.

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