22-Jähriger Tauchsportler stationär im Helios-Spital

Wieder Taucher bei Notaufstieg im Überlinger See verletzt

Überlingen (wak) Ein 22-Jähriger Taucher und eine 35-Jährige Taucherin sind bei einem Notaufstieg bei einem Tauchgang im Überlinger See verletzt worden. Dem Notaufstieg ging eine Panikreaktion voraus. Der Tauchsportler musste in der Dekompressionskammer. Beide gehörten zu einer Tuchergruppe aus dem Raum Kaiserslautern, die das verlängerte Wochenende in Überlingen verbringen will. Das berichtet die Polizei.

Panikreaktion in 25 Metern Tiefe

Die Taucher wollten an Fronleichnam einen Tauchgang im Überlinger See, im Seebereich vor dem Minigolfplatz Überlingen machen. Dazu bildeten sich mehrere Zweier-Tauchgruppen, die unabhängig voneinander ihre Tauchgänge durchführten. Eine der Zweiergruppen setzte sich dabei aus einem 22-Jährigen und einer 35-jährigen Mittaucherin zusammen. Nach dem Abtauchen stellten sich bei dem jüngeren Taucher Probleme ein, weshalb die beiden in einem sogenannten Jojo-Tauchgang mehrmals kurzfristig die Wassertiefen wechselten, ohne die hierbei geforderten Aufstiegszeiten einzuhalten. Nachdem sich die anfänglichen Probleme gelegt hatten, tauchten die beiden bis auf 25 Meter ab. Hier kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Paniksituation. Daraufhin leiteten beide einen unkontrollierten Notaufstieg ein.

Zwei Tauchsportler in Dekompressionskammer

An der Wasseroberfläche angekommen klagte der jüngere Taucher über Gelenkschmerzen und Übelkeit. Nach Dekompressionssymptomen wurde für beide Taucher eine Behandlung in der Druckkammer des Helios-Hospitals Überlingen erforderlich. Die 35-jährige Mittaucherin konnte nach Auskunft des behandelnden Arztes, ohne bleibende Schäden, noch am Abend aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der 22-jährige Taucher blieb zur weiteren Beobachtung stationär im Krankenhaus Überlingen, da es bei diesem im Verlauf der Druckkammerbehandlung zu Komplikationen kam. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Unfallursache dauern an.

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