50 Unterzeichner fordern Schluss mit dem Vertrösten

Der Brief an die Oberbürgermeisterin im Wortlaut

Überlingen (wak) Die Unterzeichner des Briefes an Oberbürgermeisterin Sabine Becker verlangen, dass sie ihr Versprechen einlöst. Während des OB-Wahlkampfs war das Thema Verkehrsberuhigung eines der wichtigsten. Ein Jahr nach dem Amtsantritt der Oberbürgermeisterin fordern die Unterzeichner, dass die Stadt endlich handelt.

Brief an die Oberbürgermeisterin im Wortlaut

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,

die Unterzeichner dieses Briefes haben fast alle in der Überlinger Altstadt ein Geschäft.

Viele von uns leben auch dort. Wir verbringen demnach einen Großteil unseres Lebens in der Überlinger Innenstadt.

Für uns alle ist Überlingen und seine schöne Innenstadt eine Herzensangelegenheit!

Doch mittlerweile sorgen wir uns um die Entwicklung der Altstadt und ihres Flairs.

Warum?

Der Fußgänger ist mittlerweile in großen Teilen der Altstadt ein Störenfried für die zahlreichen Autos, Busse und LKWs, die in der Innenstadt dominieren.

Vor allem während den Sommermonaten quälen sich endlose Autoschlangen im

stop and go Verkehr durch die mittelalterlichen Straßen. Das Überqueren der

Straßen wird zum Wettlauf mit den herannahenden Autos.

Verschärft wird die Situation durch eine Unzahl an riesigen, zum Teil veralteten

Bussen, die oftmals gar nicht, oder nur teilweise besetzt sind und in Kolonnenfahrten

zwischen Landungsplatz und Zimmerwiese pendeln.

Frisch gestrichene und renovierte Häuserfassaden sind bereits nach wenigen Jahren

dermaßen vom Ruß der Abgase verschmutzt, daß sie kein einladendes Äußeres mehr haben.

Am Rande erwähnen wir nur die LKW-Fahrschulen, die die Überlinger Altstadt als

Verkehrsübungsplatz benützen und die nächtlichen Beschleunigungsrennen der Autos

und Motorräder in der Innenstadt.

Deshalb fordern wir jetzt ihre Versprechungen in Sachen Verkehrsberuhigung der

Überlinger Altstadt ein! Wir stehen für eine verkehrsberuhigte, für Menschen

attraktive und lebenswerte Innenstadt!

Immer wieder werden wir vertröstet, dabei war der Verkehr ein Hauptthema bei der Oberbürgermeister-Wahl 2008. Maßnahmen wurden zu Ostern 2009 zugesagt, dann auf Pfingsten verschoben. Danach wurde die Gemeinderatswahl abgewartet und eine Klausurtagung abgehalten. Mittlerweile hat auch der WVÜ ein Konzept erstellt. Konkrete

Ergebnisse sind bis jetzt nicht abzusehen. Eine Diskussion findet nicht statt.

Wir werden ständig bis zu einer Gesamtlösung vertröstet. Nur, wann soll die denn kommen?

Wir fordern Sie auf in 2010 zu handeln und eine Verkehrsberuhigung anzugehen!

Die Unterzeichner/innen

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