77-Jährige bei Unwetter in Dingelsdorf getötet

Konstanzer Feuerwehr arbeitete 25 Notrufe ab – Viele Dächer vom Sturm beschädigt

PolizeiberichtKonstanz. Die Sturm- und Regenfront hat, die am Mittwochabend über den Kreis Konstanz zog, hat zwei Todesopfer gefordert. Eine Frau starb auf dem Bodensee bei Radolfzell, als ihr Kanu kenterte. Eine 77-jährige Oberdorferin wurde in Dingelsdorf von einem eingestürzten Erdbeerstand getötet. Sie starb später im Krankenhaus. Das berichteten Medien, die sich auf Informationen des Innenministeriums berufen. Die Konstanzer Feuerwehr am Mittwochabend zu vielen Einsätzen gerufen worden. Insgesamt war die Feuerwehr nach dem Unwetter zweieinhalb Stunden lang im Einsatz.

Hütte stürzte auf Schutz suchende Frau

Insgesamt waren während des kurzen Sturms mit Böen bis zu 100 km/h in Konstanz allein bei der Polizei 42 Notrufe eingegangen. Hauptsächlich musste die Feuerwehr umgestürzte Bäume beseitigen. Außerdem deckten die Böen einige Dächer ab. Auch an der Kirche St. Martin in Konstanz-Wollmatingen musste die Feuerwehr lose Ziegel sichern. In der Max-Stromeyer-Straße fiel ein Baum auf ein geparktes Auto. Auf dem Inseldamm zur Reichenau, in der Siemensstraße, auf der Universitätsstraße und im Bereich der Mainau-/-Hermann-von-Vicari-Straße stürzten Bäume auf die Fahrbahn. In der Markgrafenstraße und in der St. Johanngasse fielen Dachziegel auf geparkte Autos. Ein umstürzender Bauzaun in der Steinstraße traf einen Radfahrer und brachte ihn zu Fall. Mit einer Platzwunde am Kopf wurde er zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Gleichzeitig traf der Zaun ein vorbeifahrendes Auto und beschädigte es.

In Dingelsdorf-Oberdorf stürzte eine Hütte auf eine 77-jährige Frau. Wie die Feuerwehr weiter berichtet, hatte die in Oberdorf wohnende Frau im Windschatten der Hütte Schutz vor dem heftigen Unwetter gesucht. Der Sturm riss die auf einem Anhänger stehende Hütte aber um. Mehreren Ersthelfern gelang es, die Frau zu befreien und begannen mit der Wiederbelebung. Den eintreffenden Rettern gelang es schließlich noch, die Frau wiederzubeleben. Ein Rettungswagen brachte die lebensbedrohlich Verletzte Konstanzer Klinikum, wo sie mittlerweile verstorben ist. Auch ein Mann wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Ein Notfallseelsorger betreute während des Einsatzes vier Menschen, die als Ersthelfer und Zeugen am Unglücksort waren und den Unfall miterlebt hatten.

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