Auch Alexander Hahn empört über Debatte

Inhaltliche Auseinandersetzung vor persönlichen Eitelkeiten

Überlingen (red) Zur aktuellen Diskussion um das Fernbleiben der Oberbürgermeisterin Sabine Becker und diverser Lehrer und Rektoren beim Überlinger Jugendforum vergangene Woche hat heute auch der stellvertretende Landesvorsitzende und Sprecher der Überlinger JuLis (Junge Liberale), Alexander Hahn (22 / Überlingen) Stellung genommen. „Schade ist, dass sich die Außendarstellung und die öffentliche Diskussion nun ausschließlich auf derartige Eitelkeiten beschränkt!“, so Hahn.

„Es ist schon etwas fragwürdig, weshalb knapp der halbe Gemeinderat der Einladung gefolgt ist und die Veranstaltung bis zum Ende besucht hat, wohingegen Frau Becker das Jugendforum gleich wieder verlassen hat. Auch fragwürdig erscheint es, dass viele Lehrer und Rektoren den pädagogischen Feierabend wohl vorgezogen haben. Dies zeugt von einem Desinteresse außerhalb der Schulmauern. Dass sie nicht hätten mitreden dürfen, kann man dabei kaum als Ausrede durchgehen lassen – manchmal ist eben Reden Silber und Schweigen Gold. Mehr sollte man allerdings zum Nebenkriegsschauplatz der persönlichen Eitelkeiten nicht sagen.“

Hahn weiter: „Schade ist allerdings wirklich, dass sich die Außendarstellung und die öffentliche Diskussion nun ausschließlich auf derartige Eitelkeiten beschränkt! Es ist durch das Jugendforum gelungen zahlreiche Jugendliche aktiv in einen Gestaltungsprozess einzubinden. Wir konnten gemeinsam das stigmatisierte Bild einer desinteressierten und trägen Jugend wiederlegen und in vielen Bereichen deutliche Akzente setzen. Klar ist auch, dass das Forum nur der Grundstein eines Beteiligungsprozesses ist und niemand kann erwarten, dass innerhalb kürzester Zeit fertige Konzepte auf dem Tisch liegen. Es ist uns gelungen viele Jugendliche für Themen wie beispielsweise die Jugendarbeit, ÖPNV und die Jugendbeteiligung in Zukunft zu begeistern und es ist bedauerlich, dass diese Arbeit nun hinter belanglosen Nebenschauplätzen zurückstehen muss. Wir wünschen uns eine inhaltliche und ergebnisorientierte Diskussion anstatt sich mit vergangenem aufzuhalten.“

Der 22-jährige Student Alexander Hahn hatte nach den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr gemeinsam mit Adrian Wiemer den Jugendbeteiligungsprozess angestoßen. Er engagiert sich bereits seit einigen Jahren politisch in Überlingen. Früher als Leiter der Politik AG der Überlinger Constantin-Vanotti-Schule, mittlerweile als Stellvertretender Landesvorsitzender und Pressesprecher der JuLis Baden-Württemberg, die er zudem auch im FDP-Landesvorstand vertritt. Hahn hatte auch im vergangenen Jahr für den Gemeinderat kandidiert und ist erster Nachrücker der Liberalen.

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