Ab 2014 müssen neue Bodensee-Schiffe voraussichtlich sauberer werden

Revision der Abgasvorschriften für Sportboote am Bodensee

Schiffskapitän auf der neuen MS ÜberlingenKonstanz. Gute Nachrichten für den Naturraum Bodensee. Die Internationale Schifffahrtskommission für den Bodensee (ISKB) schlägt eine Revision der Abgasvorschriften in der Bodenseeschifffahrtsordnung vor. Grundlagen dafür sind die geplanten Abgasvorschriften der EU für Motoren von Sportbooten. Zudem sind für gewisse Schiffe Partikelfilter vorgesehen.

Schärfere Vorschriften ab 2014

Der Revisionsvorschlag der ISKB umfasst im Wesentlichen, die für 2014 geplanten Abgasvorschriften der EU für Motoren von Sportbooten (Stage II) zu übernehmen. Für leistungsstarke Motoren ist zusätzlich die Einführung eines Grenzwertes zur Limitierung der insgesamt ausgestossenen Schadstoffe eines Motors  vorgesehen. Konventionelle Zweitaktmotoren werden weiterhin nicht zugelassen.

Neue Fahrgastschiffe mit Partikelfilter

Für den Neubau von Fahrgast- und Güterschiffen sowie für neue Behördenfahrzeuge wird eine Reduktion des Partikelausstosses verlangt. Dies macht den Einbau von Partikelfiltern notwendig. Eine allgemeine Nachrüstpflicht für den Altbestand dieser Fahrzeuge soll nicht eingeführt werden. Jedoch ist bei Neumotorisierung im Einzelfall zu prüfen, ob der Einbau von Partikelfiltern verlangt wird.

Vorerst gelten noch alte Bestimmungen

In einem ersten Schritt soll die Revision mit der Internationalen Gewässerschutzkommission am Bodensee (IGKB) und anschliessend mit den Betroffenen in einer öffentlichen Anhörung diskutiert werden. Über eine Änderung der Verordnung entscheidet in der Schweiz der Bundesrat, in Deutschland und Österreich die jeweiligen Regierungen. Bis dahin gelten die heutigen Bestimmungen und Ausnahmeregelungen weiter, heißt es in einer Mitteilung des Schweizer Bundesamts für Verkehr.

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