Abgabenlast auf Strom steigt – Auch TWF erhöhen Preise

EEG-Quote steigt um 70 Prozent – Auswirkung auf Strompreise in Friedrichshafen

TWF erhöhen wie andere Stadtwerke PreiseFriedrichshafen. In den letzten Jahren ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland erheblich gestiegen. Die zusätzlichen Investitionen, die dafür notwendig waren und sind, werden vom Staat gefördert. Finanziert wird dies durch eine bundesweit einheitliche Umlage, die von allen Stromkunden zu zahlen ist. Diese sogenannte EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) steigt ab 1. Januar um über 70 Prozent. Infolgedessen erhöht die TWF ihren Strompreis. Mit derselben Begründung hatten bereits die Stadtwerke Überlingen und Konstanz Strompreiserhöhungen angekündigt.

Stromlieferanten ohne Einfluss auf  Umlage

Im vergangenen Jahr wurde besonders viel in die Gewinnung erneuerbarer Energien investiert. Dadurch erhöht sich die bundesweit einheitliche EEG-Umlage beträchtlich. „Diese Umlage ist von uns nicht beeinflussbar“, so TWF-Geschäftsführer Stefan Söchtig. Erstmals steigt der Staatsanteil am Strom – Steuern, Abgaben und Umlagen – damit auf über 40 Cent pro Euro. „Leider kommen wir deshalb nicht umhin, unsere Strompreise ebenfalls anzuheben, auch wenn wir den Anstieg dank intensiver Ver-handlungen mit unserem Stromerzeuger so gering wie möglich halten konnten“, so Söchtig. Für einen Vier-Personen-Haushalt bedeute die Erhöhung rund 5 Euro mehr monatlich, rechnet der TWF-Geschäftsführer vor.

Insgesamt beruht die Bildung des Strompreises für Haushaltskunden auf mehreren Faktoren: Neben den erwähnten staatliche Belastungen (Umsatzsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Umlagen) haben die Kosten für die Beschaffung von Strom (Anteil am Strompreis rund 35 Prozent) sowie die Netzentgelte (etwa 24 Prozent) den größten Einfluss auf die Strompreise für Haushaltskunden.

Die neuen Strompreise gibt`s im Internet.

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