Alamannengräber in Gottmadingen entdeckt

Baugebiet liegt am Rand eines größeren alamannischen Friedhofes – Siedlung älter als angenommen

Gottmadingen. Einen bedeutenden archäologischen Fund haben die Kreisarchäologie und der die Gemeinde Gottmadingen gesichert. Bei Erschließungsarbeiten für ein neues Wohngebiet mitten in Gottmadingen wurde ein frühgeschichtliches Gräberfeld entdeckt. Der Fund gibt Aufschluss über den Beginn der Gottmadinger Siedlungsgeschichte. Das teilte das Landratsamt in Konstanz mit.

Typische Männergräber

Obwohl das Gelände in der Vergangenheit durch Gartenarbeiten bereits stark „durchwühlt“ worden war, stießen die Archäologen noch auf die Reste von mindestens sieben Gräbern, die in Reihen ähnlich den heutigen Friedhöfen angeordnet waren. In zwei Grabgruben kam ein Kurzschwert, ein sogenanntes Sax zutage. Diese einschneidigen Hiebwaffen sind typisch für Männergräber der Alamannen. Ergänzt wurde die Waffenbeigabe in einem Fall durch Zierbeschläge aus Eisen und Bronze eines zugehörigen Waffengurts. Aus dem Grab einer Frau haben die Archäologen zahlreiche Perlen aus gelbem und grünem Glas geborgen, die zu einer Halskette gehörten.

Rand eines alamannischen Friedhofes

„Offensichtlich wurde bei den Bauarbeiten der Rand eines größeren alamannischen Friedhofes erfasst. Die Grabbeigaben gehören in das siebte Jahrhundert n. Chr. und zeigen, dass Gottmadingen schon vor etwa 1400 Jahren gegründet wurde“, bewertet Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald die für die Ortsgeschichte bedeutsamen Funde.

Gottmadingen ist älter als vermutet

Das heutige Gottmadingen wurde als „Gotemundingen“ erstmals 965 in einer allerdings verfälschten Urkunde Kaiser Ottos I. für das Kloster Öhningen erwähnt. „Damit wissen wir nun gesichert, dass die Siedlung Gottmadingen viel älter ist, als bislang nachgewiesen.“, sagte Bürgermeister Dr. Michael Klinger.

Foto: Pressestelle Landratsamts Konstanz

Ein Kommentar to “Alamannengräber in Gottmadingen entdeckt”

  1. wak
    15. November 2011 at 14:27 #

    @Anonymus Guten Tag Anonymos. Sicher finden Sie hier kein Plagiat. Es handelt sich um eine Pressemitteilung, die wieder gegeben worden ist. Bereits im Lead steht die Quellenangabe. Für weitergehende Fragen lesen Sie am besten eine Einführung in den Journalismus. Ach ja, wollte Ihnen eine Mail schicken, aber Sie haben natürlich eine E-Mail-Adresse angegeben, die nicht funktioniert.

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