All überall Ärger über Hüttendörfer

Weihnachtsmärkte runter von der Flaniermeile

soi nikolaus IMGP1082(wak) Weihnachtsmärkte raus aus den Haupteinkaufsstraßen und runter von den Flaniermeilen. Das wünschen sich viele Einzelhändler und nicht nur in Überlingen. Wenn die Hüttendörfer den Blick auf weihnachtlich dekorierte Schaufenster und Zugänge zu Einzelhandelsgeschäften oder gastronomischen Betrieben versperren, wächst der Unmut all überall.

Proteste wegen Hüttenwänden

In Konstanz, wo allein zwischen dem Kaufhaus Woolworth und dem Aran Café 49 Stände aufgebaut sind und sich der Weihnachtsmarkt über die ganze Marktstätte und weiter bis zum Hafen schlängelt, beschweren sich Händler über die Hüttenstadt. Etwa die Hälfte des Handels ist mit dem Weihnachtsmarkt, der zu den ganz großen rund um den See gehört, unzufrieden. Jedes Jahr zieht die Budenstadt etwa 40.000 Besucher an. Ursprünglich sollte auch der Konstanzer Weihnachtsmarkt, auf dem inzwischen Partystimmung herrscht, die Innenstadt beleben. Doch davon spricht längst niemand mehr. Die Holzbuden bildeten einen Riegel, die die Flaneure vom Blick in die Schaufenster abhalte, sagt der Handel. Eine Idee, über die in Konstanz diskutiert wird, ist es, größere Teile des Weihnachtsmarktes, der rechtzeitig vor dem ersten Advent beginnt, von der Marktstätte ins Hafenareal zu verlagern – oder aber einige Buden am Münster aufzustellen.

WVÜ wollte neuen Standort am Münster

Am Münster ist der Weihnachtsmarkt in Überlingen bereits angekommen. Die Mär, dass die Volksbank schuld sei, weil sie nicht rechtzeitig mit ihrem Umbau fertig werde, stimmt so nicht. Der Wirtschaftsverbund Überlingen erklärte denn auch: „In diesem Jahr findet der Weihnachtsmarkt auf Wunsch des Einzelhandels und der Gastronomie am Münster statt.“ Reinhard A. Weigelt, der den Markt auf der Hofstatt zuletzt organisierte, sagte, auch die Oberbürgermeisterin wollte den Markt und die Eisbahn verlegen. Als Grund habe sie Einschränkungen des Wochenmarkts genannt. In der Sitzung des Gemeinderats am Mittwochabend sagte Sabine Becker, dass eine Verlegung der Eisbahn und des Marktes auch aus Brandschutzgründen geboten war. Stadtbrandmeister Andreas Löhle habe darauf gedrängt. Aufgebaut werden in Überlingen 19 Hütten.

Treffpunkt Eisbahn auf dem Landungsplatz

Reinhard A. Weigelt bedauert den Umzug des Weihnachtsmarktes. Dass es beim Münster – anders als in früheren Jahren auf der Hofstatt – keine Bühne und keine größeren Konzerte  gibt, dürfte aber nicht nur Weigelt missfallen. Kein Wunder, das Winterzauberer Weigelt in diesem Jahr weniger vom Weihnachtsmarkt und mehr über die Eisbahn auf dem Landungsplatz sprechen möchte. Die Bahn könnte denn auch vom 4. Dezember an zum eigentlichen Treffpunkt werden. Der Weihnachtsmarkt beim Münster öffnet am 10. Dezember.

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