Am Samstag „Rund um die Laube“ in Konstanz

Wie der Velo- und Motorfahrer-Club Anwohner mit Desinformation nervt

Konstanz. Das Radrennen „Rund um die Laube“ in Konstanz hat Tradition, ist aber in diesem Jahr auch ein riesengroßes Ärgernis. Dass Anwohner aus der Konstanzer Altstadt und dem Paradies ihre Autos am Samstag nicht an der Rennstrecke parken können, ist normal. Die fehlende Information aber ist ein Skandal.

Was heißt fair?

„Sehr geehrte Autofahrerin, sehr geehrter Autofahrer“, steht auf einem Zettel, der schon Mitte der Woche an vielen Windschutzscheiben von in der Schotten-, der Braunegger, der Garten oder der Schulstraße geparkten Autos hing. „Wie bereits seit mehreren Jahren findet am Samstag, 21. Mai, auf dieser Straße das traditionelle Radrennen ,Rund um die Laube‘ statt.“ Weiter heißt es: „Hierfür muss die Rennstrecke frei von geparkten Fahrzeugen sein.“ Der Velo- und Motorfahrer-Club Konstanz fordert Autofahrer auf, ihr Auto zu entfernen und außerhalb der Rennstrecke zu parken. Bis spätestens 14 Uhr sollen die Autos weg sein. Damit könnten Bewohner zu einer „fairen Veranstaltung“ beitragen, heißt es auf dem Flugblatt.

Keine Infos über Streckenverlauf

Leider ist diese Information aber unvollständig. Auf den Flugblättern an den Windschutzscheiben fehlte jeder Hinweis darauf, wo die Rennstrecke verläuft und in welchen Straße geparkt oder nicht geparkt werden darf. Am Freitagnachmittag um 15 Uhr waren an der Rennstrecke noch nicht einmal Halteverbotsschilder aufgestellt. Anwohner konnten deswegen nur mutmaßen, wo sie am Samstag parken können oder auch nicht.

Niemand wusste Bescheid

Auf der Website des Velo- und Motorfahrer-Clubs findet sich zwar ein Hinweis auf das Konstanzer City-Radrennen. Einen Hinweis zum Streckenverlauf gibt es aber nicht. Um 14 Uhr war bei der Konstanzer Stadtverwaltung niemand mehr zu erreichen, der hätte Auskunft geben können. Die Stadtseite im Web war down. Auch beim Polizeirevier war nicht zu erfahren, welche Straßen am Samstag vom Halteverbot betroffen sind. Allerdings hatte die Polizei wenigstens die Handynummer von Rainer Rösch, dem Präsidenten des Clubs. Das Handy war am Freitagnachmittag aber erst einmal noch abgeschaltet.

Anwohner genervt

Anwohner und Autofahrer reagierten am Freitagnachmittag verärgert. Die Nicht-Information auf den Flugblättern dürfte mit dem Wort „unprofessionell“ nicht einmal annähernd treffend beschrieben sein. Gegen 15.30 Uhr war der Präsident dann aber doch noch zu erreichen. Er war der falschen Meinung, der Streckenverlauf stünde auf den Infozetteln. Anscheinend hatte, so Rösch, einfach auch niemand daran gedacht, auf der Website über den Kurs zu informieren. Darüber, dass auch die Halteverbotsschilder am Freitagnachmittag noch nicht standen, war er erst einmal überrascht.

Der Streckenverlauf

Der Streckenverlauf: Der Kurs führt über die Laube, die Garten-, die Braunegger- und die Schulstraße. Start- und Ziel des Radrennens ist bei der Lutherkirche. In der Schottenstraße ist das Parken am Samstag möglich – das Wegfahren aber nicht. Das letzte Rennen startet am Samstag um 18.30 Uhr. Bis gegen 21 Uhr bleibt die Rennstrecke gesperrt – solange können Anwohner ihre Parkplätze auch nicht verlassen. Am Sonntag ist nur die Laube betroffen.

Foto: Eugen Haug PIXELIO www.pixelio.de

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.