Andreas Hoffmann: Atomkatastrophe in Japan erfordert Neubewertung

CDU-Landtagsabgeordneter fordert dauerhafte Abschaltungen älterer Atommeiler

Konstanz. Der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann ist für ein dauerhaftes Abschalten alter Kraftwerke. „Die Ereignisse in Japan haben mich persönlich tief erschüttert und in meiner Verantwortung als Abgeordneter Zweifel darüber aufkommen lassen, ob ein ,weiter so‘ richtig wäre. Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ein endgültiger Ausstieg aus der Kernkraft und ein schnellerer als der bisher geplante Zeitplan zur Umstellung auf alternative Energieerzeugung die einzigen richtigen Konsequenzen sind“, so Hoffmann.

Neue Maßstäbe nötig

Auch wenn ein Erdbeben der Stärke 9 und eine damit verbundene Flutwelle in Baden-Württemberg äußerst unwahrscheinlich sein dürften, müssten nun auch bei uns neue Maßstäbe gelten. Hoffmann weiter: „Diese Position habe ich bei der Fraktionssitzung der CDU-Landtagsfraktion am 15.März vertreten und bin dafür eingetreten, ältere Kernkraftwerke umgehend und dauerhaft abzuschalten. Ich begrüße ausdrücklich die dauerhafte Abschaltung des AKW Neckarwestheim und das auf Bundes- und Landesebene beschlossene Verfahren des Moratoriums, das weitere vorzeitige Abschaltungen nicht ausschließt.“

 

3 Kommentare to “Andreas Hoffmann: Atomkatastrophe in Japan erfordert Neubewertung”

  1. Petra Meich
    17. März 2011 at 15:09 #

    Genau, und die Erde ist ne Scheibe und am 27. sind Wahlen.

  2. db
    17. März 2011 at 16:51 #

    Kurzer Blick zurück auf die Homepage von Herrn Hoffmann VOR seinem energiepolitischen U-Turn:

    „Die befristete Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke ist eine ökologisch und wirtschaftlich richtige Entscheidung. Die Kernenergie hat im Strommix Deutschlands eine Brückenfunktion. Sie erleichtert den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien durch strompreisdämpfende Wirkung (…) und eine Absenkung der energiebedingten Treibhausgas-Emissionen.“

    Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass Menschen dazulernen – das ist sogar sehr erfreulich. Aber kann die CDU glaubwürdig den Ausstieg garantieren? Auch gegen mögliche Entschädigungsforderungen der Industrie, die sich die Bundesregierung durch die Laufzeitverlängerung eingebrockt hat? Da wäre es doch eigentlich sicherer, den Parteien, die den Atomausstieg ursprünglich durchgeboxt haben, bevor Schwarz-Gelb ihn wieder demontiert hat, die Stimme zu geben…

  3. Hinterwäldler
    18. März 2011 at 11:35 #

    Vermutlich kannte Herr Hoffman noch nicht den Prüfkatalog seines Bundesumweltministers Röttgen, nach dem alle Atomkraftwerke wegen gravierenden Sicherheitsmängel sofort abgeschaltet werden müssten. Siehe auch http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_17_03_2011/geheimer_pruefkatalog.html

    Für mich erhebt sich zusätzlich und in diesem Zusammenhang die Frage, was haben die Energiekonzerne mit den von der Bundesregierung zugeschanzten Steuererleichterungen getan? Ist das nicht ein Fall für die Bundesstaatsanwaltschaft?

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