Antrittsvorlesung über Entzauberung der Demokratie an der Uni Konstanz

Privatdozent Dr. Sven Jochem spricht über Theorien der Postdemokratie im Vergleich – Was mehr Staat meint

Konstanz. Um die Entzauberung der Demokratie geht es bei einer Antrittsvorlesung an der Universität Konstanz. Die Politik der europäischen Integration höhle die Demokratie in Europa. Über dieses Thema und Auswege spricht Sven Jochem in seiner Antrittsvorlesung am Mittwoch, 31. Oktober, um 17 Uhr.

 Europa und die Demokratie

Die Politik der europäischen Integration höhlt die Demokratie in Europa aus. Diese wissenschaftliche Diagnose ist Ausgangspunkt der Antrittsvorlesung „Entzauberung der Demokratie – Theorien der Postdemokratie im Vergleich“ von Dr. Sven Jochem am Mittwoch, 31. Oktober 2012. Der Privatdozent im Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz wird darstellen, wie die verschiedenen Ansätze der Demokratietheorien auf diesen Befund reagieren. Dabei vertritt Sven Jochem die These, dass sich insbesondere die Theorien der Postdemokratie bei aller Unterschiedlichkeit in einem Punkt einig sind: Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, müssen die staatlichen Kräfte gestärkt werden – ist mehr Staat notwendig.

Über die Stärkung des Staats

Der Politikwissenschaftler, der seit 2011 als Akademischer Oberrat am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz forscht und lehrt, zeigt verschiedene Perspektiven auf, was in der Forschung unter der Stärkung des Staates verstanden wird. Seine Ausführungen münden in dem Begriff der „demokratischen Sittlichkeit“, die sich dafür stark macht, neben dem Wahlakt noch zusätzliche Formen der Demokratie zu berücksichtigen. In seinem Vortrag wird Sven Jochem die Bedingungen untersuchen, die gegeben sein müssen, damit neue Vermittlungsformen von Demokratie, der Vermittlung zwischen Bürgerschaft und Staat, funktionieren.

Die Veranstaltung in Hörsaal A 702 beginnt um 17 Uhr.

Foto: Uni Konstanz

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