Anwalt Klaus Frank vertrat den Konstanzer OB Horst Frank

Nach der Beschimpfung des Oberbürgermeisters durch Konzerthausgegner in Sachen Klein-Venedig

Konstanz (wak) Der Konstanzer Oberbürgermeistermeister Horst Frank hatte den Konstanzer Rechtsanwalt Klaus Frank, der selbst Mitglied der Bürgerinitiative Nein-zu-Klein-Venedig war und politisch gegen das geplante Konzerthaus auf Klein-Venedig kämpfte, gebeten, ihn in einer Angelegenheit zu vertreten. Frank nahm die Interessen des Oberbürgermeister in einem Fall wahr, bei dem es um eine Beschimpfung des Oberbürgermeisters durch einen Konzerthausgegner gegangen war. Das bestätigte Klaus Frank gegenüber See-Online.

Konstanzer Anwalt einigte sich mit Konzerthausgegner

„Das stimmt“, sagte der Konstanzer Anwalt, der sich selbst vor dem Bürgerentscheid aktiv in der Bürgerinitiative Nein-zu-Klein-Venedig engagiert hatte. „Der Falle hatte mit Politik aber nichts zu tun“, so Frank, der für die Liste Frank & Freie auch im Konstanzer Gemeinderat sitzt. „Ich habe den Fall in meiner pragmatischen hemdsärmeligen Art gelöst“, sagte Frank. Die Sache sei außergerichtlich geklärt worden.

Gegner unterschrieb Unterlassungserklärung

Es ging um eine Beschimpfung Horst Franks. Der Konstanzer Oberbürgermeister war in Zusammenhang mit dem geplanten und bei einem Bürgerentscheid abgelehnten Konzert- und Kongresshaus von einem Konzerthausgegner in einer E-Mail beschimpft worden. Der Inhalt der Mail, die an Dritte ging, war offenbar strafrechtlich relevant. Der Konzerthausgegner, der nicht zum engeren Umfeld der Bürgerinitiative gehört habe, habe sich strafbar gemacht, so Klaus Frank. Der Fall sei aber längst erledigt. Frank brauchte nicht einmal zehn Tage, um die Sache aus der Welt zu schaffen. Der Konzerthausgegner habe sich bei Oberbürgermeister Horst Frank entschuldigt und eine Unterlassungserklärung unterschrieben.

Klaus Frank vermittelte erfolgreich

Anwalt Klaus Frank sagte, er glaube, dass ihn der Oberbürgermeister, der offenbar selbst an einer gütlichen Einigung interessiert war, sogar ganz bewusst gebeten hatte, ihn in der Sache zu vertreten. Möglicherweise ging es vor allem darum zwischen den Parteien zu vermitteln. Das konnte Klaus Frank als ehemaliger Konzerthausgegner offenbar sehr gut. Über Details sprach Klaus Frank aber nicht. Er verwies auf seine anwaltliche Schweigepflicht. Klaus Frank stellte gegenüber See-Online aber klar, dass der Fall nichts mehr mit Politik zu tun hatte. Weiter sagte der Anwalt, politische Gegner müssten sich gegenseitig respektieren. Offenbar hatte der Konzerthausgegner, als er seine E-Mail schrieb, aber jeden Respekt gegenüber dem OB vermissen lassen.

Bürgerinitiative reagierte zuerst ungläubig

Dass Klaus Frank den OB gegen einen ehemaligen Konzerthausgegner anwaltlich vertreten hatte, hatte ein Mitglied der Bürgerinitiative bei dem letzten Treffen der Gruppe vor einigen Wochen gesagt. Die Empörung und Ungläubigkeit war zunächst groß. Klaus Frank selbst war bei dem öffentlichen Treffen aber nicht dabei, so dass er auch keine Stellung nehmen konnte. Sinngemäß war am Rande des Treffens von einem skandalösen Verhalten Klaus Franks die Rede. Allerdings kannten die Mitglieder der Bürgerinitiative damals weder die Hintergründe noch den Fall oder Namen des Konzerthausgegners, der angezeigt worden war.

Foto: privat/Klaus Frank

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.