Archäologen stoßen bei Bauarbeiten in Konstanzer Laube auf Paradiestor

Archäologie Obere Laube 10072013 019Konstanz. Wer in Konstanz gräbt, legt Geschichte frei. Das ist jetzt wieder so passiert. Bei Straßenbauarbeiten in der Oberen Laube haben die Archäologen ein Sandsteingewölbe entdeckt. Wichtige Reste des ehemaligen Paradiesertors haben sie inzwischen freigelegt. Die Arbeiten in der Straße gehen weiter.

 Früher fast 30 Tore und Türme rund um Konstanz

Während den Bauarbeiten an der Oberen Laube sind Archäologen auf den interessanten Fund gestoßen. Es wurde nun ein gut erhaltener Brückenbogen des Paradiesertors freigelegt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts zierten fast 30 Tore und Türme die äußere Umfassungsmauer der Stadt Konstanz. Das Paradiesertor war im 13./14. Jahrhundert das mächtigste Tor von Konstanz. Das Mauerwerk des Brückenbogens besteht aus Sandstein, somit konnte Archäologin Caroline Bleckmann den Fund in die Mitte des 14.Jahrhunderts einordnen. Der ungefähr zwei Meter tiefe Graben, über den die Brücke führte, war mit Wasser gefüllt um Feinde abzuwehren.

Ausgrabungsarbeiten gehen weiter

Caroline Bleckmann und ihr Team werden, wie die Stadt mitteilte, das Ausgrabungsgebiet erweitern und hoffen so auf noch mehr interessante Funde. Über das weitere Vorgehen in Bezug auf den aktuellen Fund entscheidet die Stadt Konstanz zusammen mit dem Regierungspräsidium für Denkmalpflege. Eine Möglichkeit wäre, die Ausgrabung im Erdreich zu konservieren. Das Tiefbauamt der Stadt Konstanz stellte klar, dass die Arbeiten an der Ausgrabungsstätte die Bauarbeiten an der Laube nicht behindern oder verzögern.

Über das Foto

Die Baustelle auf der Oberen Laube mit Peter Martin vom Tiefbau-und Vermessungsamt Stadt Konstanz und der Archäologin Caroline Bleckmann.

Foto: Stadt Konstanz

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