Astrium am Bodensee baut für die amerikanische Weltraumbehörde NASA zwei neue Satelliten

Immenstaad. Astrium am Bodensee setzt seine Erfolgsgeschichte bei Erdbeobachtungssatelliten für die Umwelt- und Klimaforschung fort. Gestern (Donnerstag) wurden in Immenstaad zwischen Europas führendem Raumfahrtunternehmen und der amerikanischen Weltraumbehörde NASA die Unterschriften unter einen Vertrag gesetzt, mit dem die NASA Astrium mit dem Bau zweier neuer Forschungssatelliten beauftragt, die ab August 2017 für mindestens zwei Jahre die äußerst erfolgreichen Messungen der Grace-Satellitenzwillinge, die sich seit 2002 im All befinden, fortsetzen. Astrium ist Europas führendes Raumfahrtunternehmen. Deutsche und amerikanische Raumfahrtingenieure verbindet seit vielen Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft.

 Zwei neue Satelliten aus Immenstaad

Die beiden neuen, etwa dreimal 0,8 Meter großen und jeweils rund 580 Kilogramm schweren Satelliten werden wie ihre Vorgänger die Erde in einem Abstand von 220 Kilometern auf einer polaren Umlaufbahn in etwa 500 Kilometern Höhe umrunden. Sie messen permanent und sehr genau den Abstand zueinander. Da sich dieser Abstand unter dem Einfluss der Erdgravitation verändert, lässt sich mit dieser Methode das Schwerefeld unseres Planeten kontinuierlich vermessen.

Mission dauert fünf Jahre

Während der gesamten Missionsdauer von fünf Jahren werden die Messungen alle 30 Tage ein aktualisiertes Modell des Erdgravitationsfeldes liefern. Außerdem erstellt jeder der beiden Satelliten täglich bis zu 200 Profile der Temperaturverteilung und des Wasserdampfgehaltes in der Atmosphäre und der Ionosphäre.

Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

Mit diesem Auftrag über zwei neue Satelliten, wie ihn gestern der Astrium-Direktor für Erdbeobachtung, Navigation und Wissenschaft, Eckart Settelmeyer (links), und NASA-Direktor Jim Graf (rechts) am Bodensee unterzeichneten, setzt Astrium den Erfolg seiner weltweit einmaligen Kleinsatellitenserie fort. Mehrere wichtige Wissenschaftsmissionen wie Champ, Goce und Swarm basieren auf der Astrium-Satellitenplattform. Dr. Frank Flechtner vom Helmholtz-Zentrum Potsdam, dem Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, erhofft sich von den neuen Mission Auskunft darüber, wie der Meeresspiegel in den nächsten 100 Jahren steigt.

Ein Beitrag von sig

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