Auch an Konstanzer Uni: Zum Semesterstart Studium wieder gebührenfrei

Jusos: Bildungschancen unabhängig vom Elterneinkommen – Unis erhalten Ausgleichszahlungen

Konstanz. Die grün-rote Landesregierung hat die Studiengebühren in Baden-Württemberg abgeschafft. Auch die 215 Studienanfänger, die am ab Montag, 16. April, ihre ersten Lehrveranstaltungen an der Universität Konstanz besuchen, und die 463 Studierenden der HTWG, die schon im März ins Studium starteten, profitieren: Sie müssen sich wenigstens keine Sorgen mehr machen, wie sie neben den Mieten in Konstanz auch noch Studiengebühren bezahlen können.

Seit 2007 pro Semester 500 Euro

Vom Sommersemester 2007 an mussten Studierende pro Semester 500 Euro Gebühren an die Hochschulen überweisen. Diese Regelung hat die grün-rote Landesregierung Ende letzten Jahres abgeschafft. Wer jetzt sein Studium aufnimmt spart bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss, dem Bachelor mindestens 3000 Euro, rechnet die Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe Dorothee Marquardt vor. „Studiengebühren waren ungerecht, weil sie Bildungschancen vom Einkommen der Eltern abhängig gemacht haben. Mit ihrer Abschaffung haben SPD und Grüne Wort gehalten und ein wichtiges Wahlversprechen unverzüglich umgesetzt,“ sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz anlässlich des Vorlesungsbeginns.

Uni bekommt 2,57 Millionen Euro vom Land

Die Qualität der Ausbildung leide nicht unter dem Wegfall der Studiengebühren, erklärt Storz. Die Hochschulen erhalten Ausgleichszahlungen des Landes für die wegfallenden Gebühren. An die Universität gehen nach Angaben der Hochschulverwaltung im Sommersemester 2,57 Millionen Euro. Diese dürfen nicht zur Finanzierung allgemeiner Aufgaben der Hochschule, sondern wie früher die Gebühren nur zweckgebunden für die Lehre verwendet werden. Die Ausgleichszahlungen werden an die Entwicklung der Studentenzahlen angepasst. Dadurch entstehen den Hochschulen keine Nachteile aufgrund steigender Studentenzahlen.

Foto: Universität Konstanz

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.