Auch bei Grünen im Kreis Konstanz geht’s um Stuttgart 21

Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen in der kommenden Woche

Konstanz. Wenn sich die Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen am Mittwoch kommender Woche in Konstanz trifft, geht es auch um aktuelle Geschehnisse rund um S21. Das teilten die Grünen mit. Zuletzt hatte Tübingens Grüner OB Boris Palmer den Vorwurf wiederholt, bei Stuttgart 21 werde der Bürgerwille missachtet. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte Palmer, ein Volksbegehren sei die letzte Hoffnung. Allerdings ist die Hürde sehr hoch. Den von der SPD vorgeschlagenen Weg hatten Verfassungsrechtler verworfen.

Landtagswahl im Fokus

Die Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen beginnt am Mittwoch , 13. Oktober, um 20 Uhr im Hotel Barbarossa, Jugendstilsaal, in Konstanz. Auf der voraussichtlichen Tagesordnung stehen ansonsten Anträge zum Landtagswahlprogramm und auch der Beschluss des Wahlkampfbudgets.

Ein Kommentar to “Auch bei Grünen im Kreis Konstanz geht’s um Stuttgart 21”

  1. s21
    6. Oktober 2010 at 12:32 #

    Sofern man das Grossprojekt „Neubau Stuttgart-Ulm“ und „Durchgangs- statt Kopfbahnhof“ als vorgegeben betrachtet, dürfte es sich nicht nur um ein „Kommunikations-Problem“ handeln, da sowohl in SWR-Beträgen als auch hier in Posts schon sachliche Gründe genannt wurden, weshalb eher ein Nadelöhr in Stuttgart entstehen könnte.

    Bei einer SWR-Grafik kam bei mir spontan folgender Gedanke:

    Weshalb wird der alte Bahnhof nicht ersatzlos abgerissen und ein neuer Bahnhof auf der grünen Wiese (ähnlich wie Flughafen oder Messe) gebaut, der die nötigen Kapazitäten aufweist und nach oben offen ist.
    Es dürfte auch wirtschaftlicher und einfacher sein, z.B. den Nahverkehr (S-Bahn, Bus, Strassenbahn) auf eine neue Situation auszurichten und auszubauen.

    Vielleicht sollte man die Fehler bzw. Schwächen nicht beim Thema „Politik“, sondern beim Thema „Projekt-Planung: von der Zielsetzung zum (optimalen, )wirtschaftlichen und real-machbaren Entwurf“ suchen.

    http://www.thurgauerzeitung.ch/ausland/europa/Stuttgarter-Regierung-uebt-erstmals-Selbstkritik/story/17297017
    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/22/0,3672,8117974,00.html

    Ein Artikel hat nachdenklich gemacht, ob das Thema „schneller internat. Fernverkehr“ nur eine (südwest-)dt. Frage ist, die Europa eher wenig interessiert.
    Der Gotthard-Durchstich „NEAT“ scheint bei EU-Verkehrsminister wenig beachtet zu werden.

    http://www.thurgauerzeitung.ch/schweiz/standard/Moritz–allein-im-Tunnel/story/17022736

    Persönlich macht meine „soziale Seele“ gerade die letzten Atemzüge und merkt an, dass es im Sinne eines Investitionsvergleichs schwer vermittelbar erscheint, wenn in Grossprojekte investiert wird, aber in der Fläche deinvestiert wird.

    Beim sog. „einfachen, kleinen Mann“ spielt „Wirtschaftlichkeits-Denken“ eine übergeordnete Rolle, bei der Politik eher das Gegenteil: auf die Selbstdarstellung als Konzern-Manager wird in Krisenzeiten eher verzichtet; Politik wird zur Marketing-Beratung. Mit Web2.0-Gedanken haben hier sogar die Demostranten sich Vorteile verschaft.

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