Auch ÖDP will nicht mit NPD und Rep diskutieren

Katzentisch hat sich aufgelöst – Franz Weber will nicht mit Rechten aufs Podium

Singen. Der sogenannte Katzentisch bei der geplanten Podiumsdiskussion in der Singener Scheffelhalle hat sich aufgelöst. Nach Michael Krause (Die Linke) und Markus Haberstock (Piratenpartei) hat jetzt auch der Landtagskandidat der ÖDP, Franz Weber, abgesagt.

ÖDP zieht zurück

Er erklärte, er nehme an der Podiumsdiskussion am Aschermittwoch in der Singener Scheffelhalle nur dann teil, wenn keine Vertreter von Republikanern und NPD auf dem Podium sind.  Die Ökologisch-Demokratische Partei versteht sich als eine wertorientierte Partei der politischen Mitte.

Keine zwei Podiumsrunden möglich

Der Druck auf die Veranstalter, das Singener Wochenblatt, hat sich somit noch einmal erhöht. Bereits am Freitag hatten auch die Kandidaten von SPD und Grünen auf Anfrage von See-Online gesagt, dass sie nicht teilnehmen wollten, wenn auch Vertreter der rechten Parteien kämen. Zunächst hatten sich die vier im Landtag vertretenen Parteien CDU, FDP, SPD und Grüne mit dem Wochenblatt auf einen Deal geeinigt. Danach sollten zuerst die Vertreter der vier großen Parteien auf einem Podium sitzen und unter sich bleiben.  An einer zweiten Podiumsrunde hätten dann die sonstigen Parteien diskutieren sollen.

Foto: http://oedp-bw.de/

 

 

 

 

 

10 Kommentare to “Auch ÖDP will nicht mit NPD und Rep diskutieren”

  1. Fox
    7. März 2011 at 10:16 #

    Cool! *Daumen hoch

  2. Alles Knallköppe
    7. März 2011 at 11:33 #

    Cool? Sicherlich nicht. Eher lächerlich und einer Demokratie unwürdig.

  3. Felix Staratschek
    7. März 2011 at 18:02 #

    Was ist die Konsequenz?
    Künftig gibt es halt wieder eine Podiumsdiskussion mit den Landtagsparteien!

    Die Sonstigen sollten sich Fit machen, die NPD und Repse bloß zu stellen.

    Mir ist das mit Pro NRW gelungen. Während sich Grüne, Linke und SPD sich von der Podiumsdiskussion bei Kolping zurück zogen, habe ich die Chance genutzt, meine Themen bei einer Kandidatendiskussion vorzustellen und gleichzeitig den Pro- NRW- ler zu entlarven. Ohne mich hätte es auch keinen Widerspruch zu FDP und CDU gegeben, die am Podium verblieben waren.

    Bei Abgeordnetenwatch.de im Internet kommen auch alle Parteien zu Wort. Auch wenn meine eigene Partei sich hier bei der Podiumsdiskussion drückt, ich finde diese Flucht vor der Verantwortung nicht gut.

  4. Lama
    7. März 2011 at 19:50 #

    Es ist einfach beschämend, dass die 4 Parteien, die bereits im Landtag sitzen alles tun um andere Parteien draußen zu halten. Ich glaube ja, deren Haltung richtet sich weniger gegen NPD und Reps als gegen Linke und PIRATEN.

    In einer ordentlichen Demokratie sollten alle zur Wahl stehenden Parteien gleichermaßen zu Wort kommen können – die rechten Deppen kann man ja dann noch viel besser bloßstellen.

    Naja, ich hoffe ja noch, dass durch die Piratenpartei Druck auf die Etablierten aufgebaut werden kann, damit wir irgendwann wirklich in einer richtigen Demokratie leben

  5. Mario
    8. März 2011 at 03:16 #

    Wieso wirft man die Republikaner mit Extremisten von NPD und Linke in einen Topf? Die Republikaner werden nicht vom Verfassungsschutz beobachtet, die NPD und Linke schon.

  6. Sarstedt
    8. März 2011 at 12:29 #

    Es ist doch einfach nur die Angst der anderen Parteien, von den Republikanern vorgeführt zu werden. Ich habe mir jetzt mal das Wahlprogramm der REP durchgelesen und kann daran nichts anstößiges finden.

  7. Lothar Herzog
    8. März 2011 at 17:22 #

    Dann bitten wir doch mal unsere Aufbauhelfer um eine sachliche
    Kritik am Programm der REP.
    Bisher konnte keiner hier außer Phrasen etwas konsturktives von
    den Kulturbeschleunigern lesen.

  8. 150
    8. März 2011 at 19:07 #

    PS: Es geht übrigens um das Programm der Berliner Grünen.

  9. Michael Warns
    8. März 2011 at 23:52 #

    Ich finde die Republikaner sprechen in dem Programm genau das an, was viele Menschen in unserem Land inzwischen denken. Jahrelang wurden bestimmte Themenbereiche ausgeklammert, weil man immer wieder befürchtet hat, sie könnten eine Wahlhilfe für rechte Parteien sein. Inzwischen sind meine Frau und ich soweit, dass wir nach über 20 Jahre SPD-Wahlunterstützung, zukünftig unsere Stimmen den Republikanern zu geben.

    Traurig für unser Land und unsere Demokratie ist es dann, wenn sich andere Parteien nicht einmal mehr an Podiumsrunden beteiligen, nur weil die Republikaner anwesend sind.

  10. Gamma
    9. März 2011 at 08:12 #

    Ich bin zwar nicht für die Republikaner. Auch nicht für die Linken. Aber ich bin für offene Diskussionen. Ich muss diese Parteien nicht wählen. Aber anhören will ich sie mir schon dürfen.

    Die unterschiedliche Gewichtung bestimmter Probleme ist eine individuelle Angelegenheit. Das ist zu akzeptieren. Und dewegen gibt es eben unterschiedliche Parteien und Sichtweisen. Eine für alle verbindliche Festlegung, was „gut“ und was „böse“ zu sein hat, ist eine Frechheit und der erste Schritt in einen Orwell-Staat. Dort gibt es das „Ministerium für Wahrheit“ und es wird von einer totalitären Machtclique festgelegt, was die Bürger zu denken haben. Das würde einigen hier sicherlich gefallen. So wie sie sich hier aufspielen. Man kann aber feststellen: Je weiter links eine Partei steht, desto mehr Lust hat sie, eine unnatürliche Gleichheit zu schaffen und ihre Meinung als einzig wahrhaftig darzustellen. Notfalls auch mit Gewalt.

    Daher finde ich die Beschimpfungen hier völlig daneben und der Ausschluss bestimmter politischer Gruppen und das demonstrative Fernbleiben anderer Gruppen ist ein Skandal!

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