Auch Überlinger OB Sabine Becker fordert Nachbesserung beim Fluglärm-Staatsvertrag

Briefe an Ramsauer und Kretschmann geschrieben – Anzahl der Flüge und Flughöhe besorgt auch Überlinger

Überlingen. Auch Oberbürgermeisterin Sabine Becker unterstützt die von den Landkreisen Konstanz, Waldshut und Schwarzwald-Baar-Kreis abgegebene gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf des Fluglärm-Staatsvertrages. Im Schulterschluss mit dem Konstanzer Landrat Frank Hämmerle, den Abgeordneten sowie zahlreichen Oberbürgermeistern und Bürgermeistern in der Region Südbaden fordert sie in Briefen an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Ministerpräsident Winfried Kretschmann, den Staatsvertrag in der vorliegenden Form nicht zu ratifizieren. Konkret bittet sie im Namen der Stadt Überlingen darum, den Ratifizierungsprozess des Fluglärm-Staatsvertrags zu unterbrechen und eine Korrektur im Begleittext zum Wohle der betroffenen Regionen im Süden von Baden-Württemberg in die Wege zu leiten. Wie auch die Oberbürgermeister und Bürgermeister andere Städte in Südbaden befürchtet die Oberbürgermeisterin der Stadt Überlingen eine künftig höhere Belastung der Bevölkerung durch Fluglärm und damit eine Verschlechterung gegenüber der heutigen Situation.

Sorge wegen Flugzahlen und Flughöhen

In den Briefen der Oberbürgermeisterin heißt es: „mit großer Sorge haben die Bürgerschaft und der Gemeinderat in Überlingen die Berichterstattung zum neuen Fluglärm-Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Deutschland mit seiner Denkschrift verfolgt.“ Weiter schreibt OB Sabine Becker: „Die Tatsachen, dass mit dem neuen Staatsvertrag über 100.000 Anflüge über unsere Region möglich sein sollen sowie dass die Mindestflughöhe über die Region und Überlingen nur noch bis zu 2.400 m ü.M. betragen soll, haben uns in Überlingen entsetzt.“ Die Oberbürgermeisterin bemängelt: „Unverständlich ist für uns, dass Zusagen in den Verhandlungen gegenüber den baden-württembergischen Landräten nun nicht mehr in der Denkschrift zu finden sind.“

 Touristiker in der Region besorgt

Die für den Tourismus einmalige Bodenseeregion stelle ein genau so hohes schützenswertes Gut dar wie das nordöstliche Ufer und der östliche Teil des Zürichsee. Die Oberbürgermeistern kündigt an: „Aus diesem Grund möchten wir uns den Ihnen bereits vorgetragenen Forderungen der Bürgermeister und Landräte aus den Regionen Südbaden, Südschwarzwald und Schwarzwald-Baar anschließen.“ Die OB weiter: „Ich möchte Sie auch im Namen des Gemeinderats und der Überlinger Bürgerschaft bitten, den Ratifizierungsprozess des Fluglärm-Staatsvertrags zu unterbrechen und eine Korrektur im Begleittext zum Wohle der betroffenen Regionen im Süden von Baden-Württemberg in die Wege zu leiten.“

Kritik aus Konstanz

Die Stadt Konstanz verlangt zum Beispiel, dass Ostanflüge nicht die Agglomeration Konstanz/Reichenau/Allensbach/Kreuzlingen belasten dürfen, sondern über den Obersee und den Schweizer Seerücken geführt werden müssen.  Auch der Konstanzer OB Uli Burchardt hatte sich deswegen bereits zu Wort gemeldet.

Foto: Lupo PIXELIO www.pixelio.de

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