Aufreger Benefizdinner

Ein Konzerthaus ist keine Frittenbude

Konstanz (wak) Konzerthausgegner zeigen sich erstaunt über das Benefizdinner heute Abend im Konzil. Konzil-Koch Manfred Hölz serviert ein 3 Gang Menü und die Südwestdeutsche Philharmonie konzertiert. Gäste zahlen 80 Euro – 50 Euro sind eine Spende an die Bürgerinitiative „Bürger für Konstanz“.

„Helfen Sie JETZT mit, das Konzert- und Kongresshaus zu verwirklichen!“, appelliert das Orchester auf seiner Homepage. Zusammen mit den „Bürgern für Konstanz“ laden die Künstler zu einem Konzert ein. Zu Gast ist Dimitry Sitkovetsky. Die Musiker spielen, so heißt es, außerhalb ihrer Dienstzeit und kostenlos. Manfred Hölzl kocht mit schmalem Budget zum Selbstkostenpreis, weil er ein Befürworter des Konzerthauses ist. Nichts ist es also mit einem Skandälchen.

Dass das Benefizdinner, das pro Person – inklusive 50 Euro Spende an die Bürgerinitiative „Bürger für Konstanz“ – ein Dinner für alle sei, hatte niemand behauptet. Ein Konzerthaus wird ja schließlich auch keine Frittenbude und etwas besseres als Currywurst sollte es an einem Benefizabend für ein 63 Millionen teures Konzert- und Kongresshaus schon sein. Auf einen exklusiven Abend, das Dinner für wenige, folgt am Samstag, 13. März, noch das Bürgerfest (für alle) auf Klein Venedig. Details – also auch ob es Currywurst gibt – folgen erst noch.

Termin Benefizdinner: Mittwoch, 24. Februar,

ab 19 Uhr im Konzil Konstanz,

Bon Appetito.

Fotos: Betty PIXELIO

www.pixelio.de/Bürger für Konstanz

Ein Kommentar to “Aufreger Benefizdinner”

  1. Wassermann
    24. Februar 2010 at 23:01 #

    Ich war da. Nicht drin. Denn ehrlich gesagt finde ich 80 Euro ziemlich viel dafür, mal einen sogenannten Prominenten zu sehen. Hab aber zum Fenster reingeschaut. Ein dunkel düsteres Konzil, zumindest im Untergeschoss. Ein paar Kerzen, eher Grableuchten. Wenige Personen, alle ganz in Schwarz, fast wie auf einer Beerdigung. Die sind nicht zu beneiden, die sich da in die Oberschicht einkaufen wollen.
    Wenn das der Geist des neuen Konzerthauses ist. Nein Danke. Das stell ich mir doch etwas lebendiger vor.

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