Auto raste in Passantengruppe

Drei verletzte Fußgänger im Bereich des Konstanzer Bahnhofs

Konstanz (wak) Weil sie zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren,  sind drei Fußgänger am Dienstagabend im Bereich des Konstanzer Bahnhofs schwer verletzt worden. Die zwei Frauen und der jüngere Mann wurden beim Hotel Halm von einem Auto erfasst. Der Wagen war nach einer Kollision mit einem anderen Auto auf den Gehweg geschossen. Das berichtete die Polizei.

Drei Schwerverletzte im Krankenhaus

Das Drama passierte am Dienstagabend gegen 20.15 in Sichtweite des Konstanzer Weihnachtsmarkt nahe des Bahnhofs. Bei dem Unfall erfasste ein Auto nach Auskunft der Polizei zwei Frauen, eine soll etwa 20 Jahre alt und die andere etwa Mitte 40 Jahre oder noch etwas älter sein, sowie einen jungen Mann. Die drei Fußgänger waren im Bereich Bahnhofplatz/Bahnhofstraße auf dem Gehweg unterwegs. Trotz der schweren Verletzungen, die die Fußgänger erlitten haben, schwebte keines der Unfallopfer in Lebensgefahr. Alle drei Verletzten sollen nach Auskunft der Polizei aus Konstanz stammen.

Verkettung mehrere unglücklicher Umstände

Der Unfall ereignete sich aufgrund mehrerer unglücklicher Umstände. Auslöser der Kettenreaktion war das Wendemanöver eines Autofahrers, der vor dem Bahnhof angehalten hatte, um eine Person einsteigen zu lassen. Anschließend wollte der Fahrer Richtung Lago weiterfahren. „Er wollte um 180 Grad wenden“, so Michael Aschenbrenner, Sprecher der Polizeidirektion Konstanz. Gleichzeitig kam aus Richtung Lago ein weiteres Auto. Zunächst passierte ein Unfall zwischen den beiden Autos, die sich aber nur streiften. Das zweite Auto, ein Mercedes, schoss nach der seitlichen Kollision dann aber auf den Gehweg. Der 25-jährige in Konstanz wohnende Autofahrer hatte nach dem Streifvorgang die Kontrolle über sein Fahrzeug und war auf den Gehweg geraten, wo er in eine Fußgängergruppe fuhr. Die Fahrt des Autos endete schließlich an einem Laternenmast.

Keinerlei Hinweise auf Amokfahrt

Nach Auskunft der Polizei bestehe der Verdacht, dass der 25-jährige Fahrer unter Drogeneinfluss stand. Auf richterliche Anordnung wurde eine Blutprobe bei dem Mann entnommen. Als völlig falsch wies die Polizei dagegen Medienberichte zurück, nach denen es sich um eine Amokfahrt gehandelt haben könnte. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gebe es keinerlei Hinweise, die auf eine Amokfahrt hindeuten könnten, sagte Michael Aschenbrenner.

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