„B 31 im Bereich Hagnau nicht einfach hängen lassen“

SPD-Mann Zeller schreibt wegen B 31 an Landesumweltministerin Gönner

Bodenseekreis Nicht locker lässt auch der Landtagsabgeordnete Norbert Zeller, SPD, in Sachen B 31 neu im Bodenseekreis. In einem erneuten Schreiben an die neue Verkehrsministerin Tanja Gönner forderte er die Wiederaufnahme der Planungen für die B 31 rund um Hagnau, die derzeit auf dem planerischen Abstellgleis liegen, sowie ein deutliches Ja aus Stuttgart zu der B 31 neu im Bodenseekreis bei der im Herbst in Berlin anberaumten Bauprogrammbesprechung, bei der es um die Festlegung derjenigen Straßenprojekte geht, die in Baden-Württemberg aus Mitteln des Bundesfernstraßenbaus zum Zuge kommen sollen.

B 31 vor dem Kollaps

Zeller verlangt, dass bei dieser Besprechung die B 31 neu Friedrichshafen-Immenstaad zum Zuge kommt. Das Land müsse sich klar für diesen Straßenabschnitt aussprechen auch mit der Konsequenz, dass Straßenbauten in anderen Landesteilen zurückgestellt werden, so Zeller. „Die Region lebt straßenbautechnisch seit Jahrzehnten im Abseits und befindet sich angesichts des zunehmenden Verkehrs, auch durch Mautflüchtlinge im Schwerverkehr, vor dem Kollaps mit schwerwiegenden Folgen für die Wirtschaft und die am Bodensee lebenden Menschen“, erklärt Zeller der Ministerin in seinem Schreiben. Es werde in Stuttgart zwar immer wieder betont, dass man schon um die Wichtigkeit der Verbesserung der Bundesfernstraßeninfrastruktur im Raum Bodensee-Oberschwaben wisse und ihr hohe Priorität einräume, moniert Zeller, aber das seien immer nur Lippenbekenntnisse. „Ich bleibe deshalb am Ball und werde immer wieder gebetsmühlenartig unsere missliche Lage B 31 und B 30 vortragen“, erklärt der Landespolitiker der SPD.

Hagnau ist das Nadelöhr

Er schließt sich auch den derzeitigen Forderungen der Gemeinde Hagnau an, die eine Wiederaufnahme der Planungen rund um Hagnau im Bereich der B 31 fordert. Derzeit ruhen nach Festlegung der Linie des Planungsfall 7.5. die weiteren Planungsmaßnahmen und die Hagnauer ersticken im Verkehr, der ständig zunimmt und zu Dauerstau in diesem Bereich führt. Tourismus, Wirtschaft und Bürger leiden von Jahr zu Jahr mehr, weiß Zeller, weil auch auf der Ost-West- Güterachse laufend mehr Schwerlastverkehr kommt. Planerisch ist das Land gefordert, dann erst kann der Bund finanzieren, erklärt Zeller. Wenn aber schon planerisch nichts in Stuttgart läuft, dann ist für Hagnau eine Realisierung einer Verbesserung der Straßenverhältnisse auf den St.Nimmerleinstag verschoben, was anbetracht der Stauereignisse allein in diesem Sommer einfach nicht sein dürfe. „Hagnau ist ein Nadelöhr“, so Zeller, das weiß man auch in Stuttgart, doch hier wird immer nur auf die reduzierten Bundesfernstraßenmittel verwiesen, „Man darf den Abschnitt der B 31 im Bereich Hagnau aber nicht einfach hängen lassen“, fordert der SPD-Politiker und appelliert an Gönner sich für Hagnau und die B 31 am Bodensee mehr zu engagieren und entsprechend bei der Bauprogrammbesprechung in Berlin „Dampf zu machen“.

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