B 31 im Bodenseekreis: Brief an Ramsauer

Bitte nehmen Sie unser privates Geld – So betteln CDU-Politiker um den Bundesstraßenbau

Bodenseekreis. Am Samstag vor einer Woche keimte Hoffnung auf, als Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner in Friedrichshafen sagte, dass sie sich eine private Vorfinanzierung der B31 vorstellen könnte. Aus Berlin kam dann aber prompt das Dementi. Jetzt machen der CDU-Bundestagsabgeordnete Lothar Riebsamen und der CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Müller Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) neue Finanzierungsvorschläge – mit privatem Geld.

Finanzierungsvorschläge aus dem Bodenseekreis

In dem Brief,mit dem Betreff „B31 am nördlichen Bodenseeufer: Finanzierungsvorschlag“, den auch Rolf Schilpp vom Bündnis Pro B 31 unterschrieben hat, heißt es wörtlich: „Grundsätzliche Bereitschaftserklärungen von Unternehmen liegen hierzu vor.“ Doch genau dieses private Geld wollte Berlin bisher ausdrücklich nicht. Die prosperierende Bodenee-Region hätte Vorteile gegenüber ärmeren Regionen, in denen es keine privaten Geldgeber gebe. So lautete die Argumentation zuletzt.

Hier geht’s zum Originalbrief: AR-M236_20110204_135521

Foto: BMVBS/Fotograf: Frank Ossenbrink

Ein Kommentar to “B 31 im Bodenseekreis: Brief an Ramsauer”

  1. dk
    5. Februar 2011 at 18:42 #

    Aus meiner sehr flüchtigen Erinnerung gab es vor langer Zeit im TV einen Bericht aus Ostfriesland (ganz nahe an der Grenze zu NL), wo private Unternehmer aus lauter Frust auch vierspurig bauen konnten.

    Eine Sackgassen-Situation wurde geschildert, unerträglich für den LKW-Güterverkehr (über jedes Dorf 2-spurig; Strassenzustand‘?) mit Nadelöhr und Sackgassen-Charakter. Die Betriebe hatten sogar eine gemeinsame Wirtschaftlichkeits-Rechnung für die Medien parat: eine Menge kleinerer und grösserer positive Effekte vs. Zinsverlust durch kostenloses Darlehen. Man wollte vielleicht „noch als kaufmännisch vernünftig“ gelten.

    Raum Emden? Jedenfalls aus der Grenzregion zu den NL, wo sich statt Fuchs und Hase GuteNacht sagen und die Erschliessung über NL auch nicht gut war. Eine Werft mit Zulieferern?
    Ein bayrischer Minister müsste eigentlich Verständnis für ehem. Grenzregionen-Probleme haben.

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