Bankräuber ist ein Serientäter

Polizei klärt auch Banküberfälle in Kluftern und Neukirch auf

Bodenseekreis (wak) Bei dem mutmaßlichen Täter, den die Polizei am Donnerstag nach einem Banküberfall in Langenargen vorläufig festgenommen hat, handelt es sich offenbar um eine Mehrfachtäter. Auf sein Konto gehen offenbar auch Banküberfälle in Friedrichshafen-Kluftern und Neukirch im östlichen Bodenseekreis. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

51-Jähriger räumt drei Überfälle im Bodenseekreis ein

Zwischenzeitlich geht die Polizei davon aus, dass der 51-jährige Mann, der im Verdacht steht, am Donnerstagmorgen die Volksbank-Filiale in Langenargen überfallen und mehrere 10.000 Euro geraubt zu haben, auch als mutmaßlicher Täter für den bewaffneten Überfall am 29. Juli 2009 auf die Sparkassen-Filiale in Friedrichshafen-Kluftern und für den versuchten Überfall am 2. Februar 2010 auf die Volksbank-Filiale in Neukirch in Frage kommt. In seiner polizeilichen Vernehmung hat der in Markdorf wohnhafte Mann die drei Banküberfälle bereits eingeräumt.

Foto von Überwachungskamera halft nicht weiter

Trotz der Veröffentlichung eines Bildes, das von der Überwachungskamera in der Sparkassen-Filiale in Kluftern aufgenommen wurde, blieb der 51-Jährige damals unerkannt. Mit dem geraubten Geld beglich er eigenen Angaben zufolge Schulden. Als derselbe Mann am 2. Februar 2010 die Volksbank-Filiale in Neukirch betreten und die Angestellten mit einem vorgelegten Schreiben zur Herausgabe von Bargeld aufgefordere, musste er ohne Beute fliehen, weil sich die beiden Angestellten in den Sicherheitsbereich zurückgezogen hatten.

Arbeiter der Müllabfuhr gab entscheidenden Hinweis

Auch am Donnerstagmorgen dieser Woche schien es zunächst so, als ob der Täter mit seiner Beute unerkannt entkommen wäre. Doch dieses Mal gab es einen Zeugen. Bei der Befragung von Anwohnern und anderen möglichen Zeugen sprachen Kriminalbeamte auch mit Arbeitern der Müllabfuhr, die zur Tatzeit in der Nähe der Bank unterwegs waren. Einer der Männer erinnerte sich an einen Autofahrer, der beim Rangieren gegen einen Pfosten gefahren war und danach das Weite gesucht hatte. Über das Kennzeichen des Fahrzeuges kamen die Ermittler auf den 51-Jährigen, den sie am frühen Nachmittag vor seiner Wohnung vorläufig festnahmen. Die Tatwaffe, die im Auto des Mannes lag, stellte sich als Soft-Air-Waffe heraus, die einer scharfen Schusswaffe täuschend ähnlich sieht. Das geraubte Geld hatte der Bankräuber bereits in einem Waldstück bei Tettnang vergraben. Die Tatkleidung hatte er in Kressbronn versteckt. Rund 20.000 Euro aus der Beute hatte der Tatverdächtige einer Bekannten gegeben, um bei der Frau Schulden zu begleichen. Der 51-Jährige wurde mittlerweile auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg dem Haftrichter vorgeführt.

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