Barcamp Bodensee ohne Strandbar: Wo bleibt Little Miss Sunshine?

Barcamp Bodensee hier will ich reinKonstanz. Die Teilnehmer des Barcamps Bodensee in der HTWG Konstanz müssen in diesem Sommer auf Sessions in der Strandbar verzichten. Angesagt waren Gummistiefel. Statt mit Chillen auf Strandliegen endete der erste Barcamp Tag deswegen auch mit einer Whiskey Degustation indoor. Zuvor hatten die Teilnehmer des ersten Tages am Samstag bei etwa zwei Dutzend Sessions und Workshops ihr Wissen geteilt. Nur Little (Miss) Sunshine fehlte.

Barcamps machen die Welt besser

Der Anspruch, den Barcamp Organisator Oliver Gassner am Samstagmorgen formuliert hatte, war gewaltig: Er sagte, Ziel des Barcamps sei es, Ideen und Wissen zu teilen. Das ist bei allen Unkonferenzen so. Herauskommen solle dabei aber auch noch eine bessere analoge oder digitale Welt.

Dank an die Sponsoren

Viel Zeit nahm sich Olli Gassner, um sich bei den Sponsoren zu bedanken, die dafür sorgten, dass das Barcamp – von den Räumen übers WiFi bis zum Catering – für die Teilnehmer kostenlos ist. Das Barcamp gesponsert haben: Die Hochschule Konstanz, Technik, Wirtschaft, Gestaltung, die Innovationsagentur für IT und Medien, die Allianz für Fachkräfte Baden-Württemberg, immowelt.de, Hofrat Suess, Landkreis Konstanz, Holiday Check, Netformic sowie Sachsponsoren, darunter Randegger, sonntagmorgen.com oder auch die Stadt Konstanz mit Weingläsern der Spitalkellerei.

So funktionieren Barcamps

Barcamps laufen alle nach dem selben Muster ab: Zu Beginn stellt sich erst einmal jeder Teilnehmer mit drei Tags vor. Anschließend erklären die Teilnehmer, die selbst eine Session anbieten wollen, kurz das Thema, über das sie sprechen möchten. Die Titel der Sessions, die beim Barcamp Bodensee dieses Mal beiin sieben verschiedenen Räumen stattfinden, werden auf Zettel geschrieben und an eine Wand gepinnt.

Der Stundenplan

Der fertige Plan sieht ein bisschen aus wie ein Stundenplan. Die Themen bei Barcamps können technisch oder weniger technisch sein. Normalerweise dauern Sessions 40 oder 45 Minuten – dieses Mal war aber sogar Zeit für einen mehrstündigen Workshop.

Die ersten Sessions am Samstag

Im Angebot waren am Samstag sehr unterschiedliche Sessions zu Projekt Management, der Idee eines BW-Blogs, über Freelancer, lokale Medien, Food, Android Developement, Google Analytics („Beyond Google Analytics“) oder Video und Live-Streaming. Vielleicht ist am Regensamstag sogar ein Blog geboren worden, auf dem Baden-Württemberger künftig über ihr Land berichten – übers Essen, Lifestyle, Sehenswürdigkeiten und vielleicht auch über Politik. Ein Vorbild auf Twitter gibt es schon.

Bessere Blogs

Überhaupt drehte sich viel um Blogs, so auch bei Urs, der seine Session auf Englisch hielt. Er erzählte, wie viel Zeichen der Titel eines Blogbeitrags haben sollte (weniger als 60 Zeichen). Die Sprache bitte weniger komplex, kurze Absätze. Das Foto sollte besser rechts als links platziert werden, damit der Besucher, der von links oben zu lesen beginnt, in den Text hineingezogen wird. Wer Kommentare beantwortet, erhalte mehr Kommentare, was gut ist, auch wenn Deutsche anders als Amerikaner eher negative Kommentare abgeben. Auf alle Fälle sollte ein Blog authentisch und persönlich sein.

Es geht um Bratwürste

Tja und immer wieder geht und ging es um Infos: Wer will überhaupt noch informiert werden – und falls ja, von wem und worüber? Lesen alle im Web? Manche träumen von Bürger-Blogs – weil Schreiben aber ein Handwerk und das Beschaffen und Aufbereiten von Infos aufwändig ist, dürfte das nicht funktionieren. Es kommt ja schließlich auch keiner auf die Idee, die Bratwurst plötzlich selber zu machen – die Bürgerwurst.

Freelancer oder Festangestellte

Spannend auch der Diskurs über Freelancer: Warum beschäftigen Unternehmen Freelancer statt Festangestellte und welche gravierenden Fehler können Freelancer machen? Einer wäre schon, sich unter Wert zu verkaufen und für IT- oder Kommunikationsdienstleistungen mit einem Stundensatz von 20 Euro anzutreten (besser sind da wohl schon 85 Euro). Was das Tolle ist bei Freelancern? Sie sind nicht in Hierarchien eingebunden und in Projekten immer auf Augenhöhe mit dem Leader.

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Fortsetzung des Barcamps Bodensee, Sonntag 2. Juni, ab 9.30 Uhr in der HTWG Konstanz #bcbs13 Am Sonntag ist ein neuer Tag und es gibt einen neuen Sessionplan.

 

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