Bauboom in Kreuzlingen neigt sich dem Ende zu

1200 neue Wohnungen in sechs Jahren – Widerstand gegen die „Zubetoniererei“

Konstanz/Kreuzlingen. Seit 2004 sind in der Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen nicht weniger als 1200 neue Wohnungen entstanden. Investiert wurde überwiegend in Mehrfamilienhäuser. Der Bauboom basiert im Wesentlichen auf dem im Jahre 2000 verabschiedeten Zonenplan, der in etwa dem auf deutscher Seite gebräuchlichen Flächennutzungsplan entspricht. Laut einem Bericht der „Thurgauer Zeitung“ regt sich in Kreuzlingen nun Widerstand gegen die „Zubetoniererei“.

Vor zehn Jahren hatte niemand etwas dagegen

Der Ruf nach mehr grünen Flächen kommt spät. Vor zehn Jahren, als es um die Genehmigung des Zonenplans ging, habe keine Partei, auch nicht die der Grünen, das Referendum ergriffen, um die Planung mit Hilfe einer Volksabstimmung zu korrigieren. Darauf macht Martina Eggenberger Lenz in einem Bericht der „Thurgauer Zeitung“ aufmerksam. Niemand habe sich gegen den Richtplan gewehrt. Doch der seit sechs Jahren anhaltende Bauboom neigt sich nun ohnehin dem Ende zu. Die meisten als Bauland ausgewiesenen Flächen sind inzwischen verbraucht.

Mehr Zuzug und stärkere Verdichtung

Ermöglicht wurde der Boom durch die Lockerung der Zuzugsbeschränkungungen. In Kreuzlingen leben inzwischen weit über 40 Prozent Nichtschweizer, den grössten Anteil stellen Deutsche, vor allem Zugezogene aus dem Landkreis Konstanz. Zum Bau von Wohnungen hat ferner die lockere, stellenweise geradzu lückenhafte Bebauung des Kreuzlinger Stadtgebiets beigetragen, das nun eine stärkere Verdichtung erfährt. Zur Zeit zählt man noch etwa zwei Dutzend Baustellen, wo durchweg Mehrfamilienhäuser entstehen.

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