„Benefiz“ – Theater Konstanz sammelt Schulhausbau in Sierra Leone

Fiktion trifft Wirklichkeit – Heute Abend letzte Vorstellung von „Benefiz“ im Theater Konstanz

Konstanz. Heute Abend, 20. April, führt das Stadttheater zum letzten Mal „Benefiz- Jeder rettet einen Afrikaner“ auf. Bei 17 Aufführungen kam für einen Schulhausbau in Sierra Leone eine Spendensumme von 5839 Euro zusammen. Das Theater findet, dass das ein großartiges Ergebnis ist. Nach der Vorstellung vermischen sich Fiktion und Wirklichkeit. „Benefiz- Jeder rettet einen Afrikaner“ ist eines der Stücke, die das Konstanzer Theater in seiner Afrika-Spielzeit inszenierte und das überregional Beachtung gefunden hat.

Die Fiktion auf der Bühne

Wir alle wollen Afrika irgendwie helfen. Doch geht es dabei um echte Hilfe oder doch nicht eher darum unser Gewissen zu beruhigen? Eva, Christine, Leo, Rainer und Eckhardt arbeiten an einem Benefiz-Abend für Afrika. Möglichst viele Leute sollen möglichst viel Geld spenden. Zwischen Afrika-Klischees, überbordender Emotionalität und der eigenen „political correctness“ gerät die Probe des Benefiz-Abends zum komischen und bissigen Eiertanz, um die richtigen Worte und Szenen. Wie spricht man unterhaltsam über Not und Elend in der Dritten Welt? Sollte man noch einen „echten“ Afrikaner engagieren, damit das Anliegen authentischer rüberkommt? Voll bösartigem Humor führt uns das Stück kompromisslos unsere eigene Betroffenheit vor. Regisseur Alexander Marusch unternimmt diese Gratwanderung zwischen Komik und Politik und kitzelt nach „Der Planet“ und „Das Geheimnis der Irma Vep“ die Absurdität der Wohltätigkeit heraus.

Das echte Leben

Das Theater Konstanz und die Kreuzgemeinde Allmansdorf, insbesondere die Initianten des Projekts Barbara Böttcher und Anja Zitt, bedanken sich, wie das Theater vorab mitteilte, bei allen Zuschauern, die sich nicht nur Benefiz angeschaut, sondern auch viel Geld gespendet haben. „Alle, die ,Benefiz‘ noch nicht gesehen haben, möchten wir einladen, zur letzten Vorstellung ins Theater zu kommen – vielleicht schafft es das Publikum noch die Marke von 6000 Euro zu knacken“, schreibt das Theater. Im Anschluss an die Aufführung findet eine offizielle Übergabe der Spenden an die Kreuzgemeinde statt. Entgegen nehmen wird sie Anja Zitt.

Foto: Theater Konstanz

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