Bergbaubehörde lädt zur Info-Veranstaltung nichtkonventionelle Gasvorkommen

Öffentliche Veranstaltung in Drei-Seen-Halle Illmensee – Sprechen werden Unternehmen, Behörden und Betroffene

Bodensee. Um die Aufsuchung von nichtkonventionellen Gasvorkommen zwischen Bodensee und Donau geht es bei einer Infoveranstaltung der Bergbehörde im Regierungspräsidium Freiburg. Sie  lädt zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 15. November 2012 in die Drei-Seen-Halle Illmensee ein. Das teilte das Regierungspräsidium Tübingen mit.

 Zielgruppe Bevölkerung am Bodensee

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau im Regierungspräsidium Freiburg möchte die Bevölkerung im Bodenseeraum über Anträge zur Aufsuchung von nichtkonventionellen Gasvorkommen informieren, heißt es in der Mitteilung. Im Mittelpunkt der öffentlichen Informationsveranstaltung am Donnerstag, 15. November 2012, um 18 Uhr in der Drei-Seen-Halle im Kreis Sigmaringen stehen mögliche sogenannte Aufsuchungserlaubnisse zweier Unternehmen.

Über Parkyn Energy Germany (PEG)

Das Unternehmen Parkyn Energy Germany (PEG) hat die Verlängerung seiner Konzessionen beantragt. Es will seine Erlaubnisse zur Aufsuchung von nichtkonventionellen Gasvorkommen zwischen dem Bodensee und der Donau, die damals zunächst für drei Jahre erteilt wurden und zum 30.04.2012 bzw. 31.05.2012 abliefen, verlängern lassen. Im Frühjahr 2012 hat das Unternehmen diese Verlängerung um jeweils zwei weitere Jahre beantragt und entsprechende Anträge für die Konzessionsgebiete „Konstanz“ und „Biberach“ beim Regierungspräsidiums Freiburg eingereicht.

Über Bell Explorations

Einer weiteren Firma, nämlich dem Unternehmen Bell Explorations war im Jahr 2011 für das Feld „Saulgau-Wangen“ die Aufsuchungserlaubnis auf Antrag zunächst bis zum 31. August 2013 verlängert worden. Auf dem Arbeitsprogramm der Unternehmen steht in erster Linie das Beschaffen von vorhandenen Daten zum Beispiel aus früheren Tiefbohrungen und deren Auswertung.

Keine Bohrerlaubnis

Mit der Vergabe der sogenannten Aufsuchungserlaubnis sind noch keine konkreten Tätigkeiten wie z.B. seismische Messungen, später dann Erkundungsbohrungen, genehmigt. Solche Tätigkeiten dürfen erst auf der Grundlage zugelassener bergrechtlicher Betriebspläne, in denen jede einzelne Maßnahme sachlich, räumlich und zeitlich konkret beschrieben ist, durchgeführt werden und sind mit der Konzession noch nicht erlaubt, so das Regierungspräsidium. Das gelte  insbesondere für das umstrittene Fracking. Die Durchführung von „Fracs“  müsse sowohl berg- als auch wasserrechtlich kritisch geprüft werden.

 Unternehmen bei Info-Veranstaltung dabei

Derzeit liegen den Behörden keine entsprechenden Anträge vor. Die Bergbehörde hatte im Juni 2012 öffentlich erklärt, dass vor Bearbeitung der Anträge auf Verlängerung der Aufsuchungserlaubnisse im Herbst 2012 eine öffentliche Informationsveranstaltung stattfinden wird. In der Veranstaltung werden Unternehmen, Behörden und Betroffene sprechen. Ein externer Fachmann wird die Veranstaltung moderieren.

Link zum  Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

Die in Baden-Württemberg vergebenen Bergbaukonzessionen sind unter http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/lgrb_mapserver/mapserver im Kartenmapserver des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau veröffentlicht. Im Infofeld der beiden Felder „Konstanz“ und „Biberach“ ist dort z. Zt. der Hinweis „im Verfahren“ eingetragen.

Foto: Thomas Max Müller PIXELIO www.pixelio.de

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