Berlin, Berlin – der Bodenseekreis fuhr mit dem Betonmischer nach Berlin

Claudia Neuhaus Medical Spa26Berlin/Bodenseekreis. Originell ist es sicher gewesen, am Dienstag mit dem Betonmischer in Berlin für den Weiterbau der B 31 zu demonstrieren. Ein Gruppenbild mit Betonmischer ist sicherlich auch nicht alltäglich. Die Friedrichshafener und Überlinger haben ein Ausrufezeichen gesetzt. Immerhin die Botschaft sei angekommen, heißt es. Einen Scheck hat die Delegation aber nicht mit an den Bodensee gebracht.

Bundestagsabgeordnete zeigten sich

Im Zuge der Kampagne „Jetzt Ja! Zu B31 Neu“ haben sich Vertreter der Stadt Friedrichshafen und des Bündnis Pro B31 in Berlin mit Staatssekretär Michael Odenwald, MdB Birgit Homburger (FDP), MdB Martin Gerster (SPD), MdB Pascal Kober (FDP) und MdB Lothar Riebsamen (CDU) getroffen.

Lautstarkes Thematisieren der B 31

Das Ziel der Delegation um Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand, Hagnaus Bürgermeister Simon Blümcke, Überlingens Oberbürgermeisterin Sabine Becker und Landrat Lothar Wölfle war es, wie es in einer Medienmitteilung der Stadt Friedrichshafen heißt, „den Weiterbau der B31 Neu zwischen Friedrichshafen und Immenstaad in Berlin lautstark thematisieren“.

Auf der Brücke in Berlin

Um dies zu tun, fuhr die Friedrichshafener Delegation sozusagen schwere Fahrzeuge auf: Mit Betonmischer und B31-Mobil, das den Verkehrs- und Staulärm der jetzigen B31 demonstriert, platzierte sich die Delegation am Nachmittag auf der Marshallbrücke im Regierungsviertel zum Politiktermin.

Botschaft in Berlin vernommen

Staatssekretär Michael Odenwald betrat mit Oberbürgermeister Andreas Brand und den Berliner Politikern das B31-Mobil und wurde dort vom ohrenbetäubenden Verkehrs- und Staulärm der B31 empfangen. Odenwald zeigte sich in den Gesprächen begeistert und voller Verständnis für das Anliegen: „Ich habe noch nie einen Betonmischer extra nach Berlin fahren sehen – das bleibt im Gedächtnis. Ich werde mich auch in Zukunft für Verkehrsinfrastrukturprojekte stark machen- als gebürtiger Baden-Württemberger bin ich natürlich besonders der Region verbunden. Es hat mich beeindruckt, dass Sie den Lärm live nach Berlin gebracht haben.“

50 Jahre lang keine Straße

„Die Bürger Friedrichshafens warten seit 50 Jahren auf die Umgehungsstraße B 31. Mit der Aktion möchten wir auf außergewöhnliche und sympathische Weise auf die Problematik aufmerksam machen und den Druck auf die Bundespolitik erhöhen, indem wir den Lärm von Friedrichshafen nach Berlin tragen. Wir erhoffen uns nicht nur Verständnis, sondern eine Lösung für unsere Situation mit der schwer erträglichen Verkehrssituation in der Region“, so Oberbürgermeister Andreas Brand.

Grün-rotes Land will Ausbau – Mittel aus schwarz-gelbem Berlin fehlen

Seit genau 50 Jahren ist der Weiterbau der B31 als Umgehungsstraße für die Stadt Friedrichshafen im Gespräch. Trotz Priorisierung durch das Land Baden-Württemberg lässt die Mittelvergabe durch das Berliner Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung noch immer auf sich warten. Im April 2013 starteten das Bündnis Pro B31 und die Stadt Friedrichshafen daher eine neue Initiative mit Stoßrichtung Berlin zum Weiterbau der B31 Neu. Mit verschiedenen Aktionen in der Region haben die Bürger Friedrichshafens bereits ein deutliches Zeichen gesetzt.

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Fotos: Stadt Friedrichshafen

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