Berlin macht nur unverbindliche Aussagen zur B 33 zwischen Konstanz und Allensbach

Bundesverkehrsministerium äußert sich über Weiterbau – Wieder könnte Bau am Geld scheitern

Konstanz/Allensbach. Der zügige Weiterbau der B 33 zwischen Konstanz und Allensbach ist nicht gesichert. Die Stadt Konstanz teilte gestern mit, dass sie keine Zusage vom Bundesverkehrsministerium bekommen habe. Scheitern könnte der zeitnahe Weiterbau der Bundesstraße an der Finnazierung. Die Enttäuschung in Konstanz war riesengroß.

Gemeinsamer Brief der Bürgermeister

„Der Zeitplan für den Bau der B 33 zwischen Konstanz (Landeplatz) und Allensbach/West ist nach wie vor offen“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. In einem gemeinsamen Schreiben hatten sich Oberbürgermeister Frank, Bürgermeister Dr. Wolfgang Zoll (Reichenau) und Bürgermeister Helmut Kennerknecht (Allensbach) an Bundesminister Peter Ramsauer gewandt, um sich für den zeitnahen Weiterbau der Maßnahme B 33 Konstanz (Landeplatz) bis Allensbach/West auszusprechen und sie in den Investitionsrahmenplan 2012 – 2015 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes (IRP) aufzunehmen.

Finanzierung der B 33 offen

In seiner Antwort bestätigte der Leiter der Abteilung Straßenbau im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Straßenentwicklung, Prof. Josef Kunz, dass das Gesamtprojekt B 33 Konstanz (Landeplatz) bis Allensbach/West in die Kategorie der „prioritären Vorhaben“ in den Entwurf des IRP aufgenommen wurde. Gleichzeitig stellte er fest, dass „unter den aktuellen Fakten und Randbedingungen“, so Kunz, „eine Aussage über den Zeitraum der Finanzierung und baulichen Umsetzung weiterer Abschnitte der B 33 Konstanz – Allensbach nicht möglich“ sei.

Ausbau und Erhalt vor Neubau

Zu den „Fakten und Randbedingungen“ zählt er unter anderem zum Teil „erhebliche Kostensteigerungen bei laufenden Projekten“, die noch offenen Finanzierungsmöglichkeiten im Bundesfernstraßenbau in den kommenden Jahren und den Vorrang von Erhaltungsinvestitionen. Hinzu komme, dass das Land Baden-Württemberg vorgeschlagen habe, die mit dem Infrastrukturbeschleunigungprogramm zusätzlich zur Verfügung stehenden Mittel im Jahr 2012 vorrangig zur finanziellen Verstärkung laufender Ausbau- und Erhaltungsmaßnahmen einzusetzen.

OB Horst Frank übt scharfe Kritik

Die unverbindlichen Aussagen aus dem Bundesverkehrsministerium sind für Oberbürgermeister Horst Frank nicht akzeptabel: „Wir brauchen eine Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger der Region und wir brauchen deshalb auch klare Aussagen über den Zeitraum der Finanzierung und baulichen Umsetzung der weiteren Abschnitte. Wir müssen an die aktuell laufenden Baumaßnahmen nahtlos anknüpfen und den Abschnitt der B 33 bis Allensbach/West in Angriff nehmen. Alles andere wäre den Bürgerinnen und Bürgern, die nun seit Jahrzehnten auf die Straße warten, nicht vermittelbar.“ Nach dem Bau der Kindlebildkreuzung und der Fertigstellung der B 33 bis zur Waldsiedlung Reichenau gehe es vor allem darum, den Bau des nächsten Abschnittes zwischen Allensbach West und Allensbach Mitte zu realisieren.

2 Kommentare to “Berlin macht nur unverbindliche Aussagen zur B 33 zwischen Konstanz und Allensbach”

  1. Jaqueline
    17. Februar 2013 at 11:17 #

    Konstanz verbuddelt 5,6 Mio. am falschen Ende, obwohl mit der Hälfte des Geldes am richtigen Ende sofort los gelegt werden könnte.
    Auch wenn bereits vor 7 Jahre die Experten sagten, dass der Bau an der Reichenauerstrasse drittrangig sei, sind die Konstanzer Räte + Bürgermeister und Verwaltung hierzu TAUB-STUMM.

    Konstanz = willkommen in Schilda 2.0
    http://www.uruguayinfo.com/uy-magazin/Willkommen_in_Schilda.jpg

  2. Jaqueline
    17. Februar 2013 at 11:19 #

    hier findet hierzu eine heftige Debatte mit dem Pressesprecher der Stadt Konstanz Stadt, welcher alles wie üblich versucht zu Zerreden und unter den Teppich zu kehren.

    http://www.facebook.com/groups/10401608524/permalink/10151277298423525/?comment_id=10151281140798525&notif_t=like

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