Betrüger aus Bodenseekreis zockte eine Million Euro ab

56-Jähriger wollte sich mit dem Geld Immobilie für 1,5 Mio. Euro kaufen

Bodenseekreis (wak) Ein mutmaßlicher Betrüger hat supergünstige Kredite angeboten und vorab eine Einzahlung auf ein Treuhandkonto verlangt. Mindestens 18 Opfer fielen auf das Angebot des Mannes aus dem westlichen Bodenseekreis herein. Er ergaunerte sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft so eine Million Euro, mit der er eine Immobilie finanzieren wollte. Jetzt sitzt der mutmaßliche Täter erst einmal in Untersuchungshaft.

Tilgungsfreie Kredite waren sein  Köder

Der Mann stehe Verdacht, zahlreiche Opfer um mindestens eine Million Euro geprellt zu haben, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Konstanz und der Polizeidirektion Friedrichshafen. Wegen gewerbsmäßigem Betrug sitze der Mann nun im Untersuchungsgefängnis. Wie die bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Konstanz und der Kriminalpolizei Friedrichshafen ergeben haben, hatte der mutmaßliche Täter seinen Opfern unter Vorlage gefälschter Unterlagen angeboten, mit angeblich bei einer Bank in Spanien hinterlegten Geldern ein Investment zu starten. Er wollte seinen Geschäftspartnern, so versprach er es, mit den daraus erzielten Gewinnen tilgungsfreie Kredite finanzieren. Als Gegenleistung verlange er im Voraus Bargeldzahlungen im fünfstelligen Euro-Bereich sowie die Überweisung ähnlicher hoher Geldsummen auf ein Treuhandkonto.

Notartermin für Traumhaus des mutmaßlichen Täters platzte

Bislang konnten die Ermittler 18 Geschädigte ausfindig machen, die zwar entsprechende Provisionen bezahlt, jedoch keine Kreditzusage des Geldinstitutes erhalten haben. In diesem Zusammenhang sei nicht auszuschließen, dass sich mögliche weitere Geschädigte bislang noch nicht bei der Polizei gemeldet haben und die Schadenssumme noch höher zu beziffern ist. Der mutmaßliche Betrüger hatte offenbar bereits einen Termin bei einem Notar zwecks Erwerbs einer Immobilie im Wert von 1,5 Mio. Euro vereinbart. Der Termin kam aber wegen der vorläufigen Festnahme des Mannes nicht mehr zustande.

Foto: Harald Reiss PIXELO www.pixelio.de

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