Bettler-Bande bettelte aggressiv Kirchgänger in Radolfzell an

Polizei spricht von straff geführten Organisationen – Professionelle Bettler am Münster

PolizeiberichtRadolfzell. Am Sonntagvormittag gingen bei der Polizei Anrufe wegen professioneller Bettler am Radolfzeller Münster ein. Kirchgänger fühlten sich von den vier aggressiv bettelnden Männern an den Portalen des Münsters offenbar belästigt.

Aggressives Betteln verboten

Die vier professionellen Bettler hatten sich an allen vier Eingängen des Münsters positioniert und und Münsterbesucher in aggressiver Weise angebettelt, so die Polizei. Eine Polizeistreife kontrollierte darauf hin einen 35-jährigen Mann aus der Slowakei. Drei andere Bettler flüchteten, als die Streife eintraf, vor den Beamten. Das vom 35-Jährigen vor dem Münster erbettelte Geld in Höhe von 30 Schweizer Franken und etwa fünf Euro hat die Polizei sichergestellt. Die Polizei belehrte den Mann schriftlich, dass aggressives Betteln nach der Polizeiverordnung der Stadt Radolfzell nicht geduldet werde und drohte bei Missachtung dem Bettler Gewahrsam an.

Bettler kommen mit Bussen

Ein Einzelfall war der Vorfall am Sonntag in Radolfzell nicht. Seit Jahren treten vom Spätherbst bis zur Weihnachtszeit auch im Kreis Konstanz verstärkt Bettler aus osteuropäischen Ländern auf, die mit auffallender Gestik und Mimik betteln. Sie sind nach Informationen der Polizei Teil straff geführter Organisationen. Bettler aus osteuropäischen Ländern würden mit Bussen nach Deutschland und zu Bettelstellen gebracht. Offenbar ist es aber schwierig, an die Hintermänner heranzukommen. „Die Praktiken scheinen härter zu werden“, so ein Polizeisprecher.

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