Bettler in Konstanzer Innenstadt schauspielerte nur

Bettler fiel wegen aggressiven Bettelns auf – Anzeige wegen Betrugs folgt

Konstanz. Ein scheinbar schwerkranker oder behinderter Bettler hat in der Konstanzer Innenstadt Passanten angebettelt. Tatsächlich ist der Mann aber weder hilfsbedürftig noch gehandicapt. Nach dem Betteln ging er zu einem Parkplatz und stieg in eine Auto. Der Mann werde jetzt wegen Betrugs angezeigt, teilte die Polizei mit.

Bettler ging zum Auto

Im Bereich der Marktstätte kontrollierten zunächst Angestellte der Ortspolizeibehörde den Mann, der an einem Stock ging, einen stark gehbehinderten Eindruck machte und einen Becher als Sammeldose dabei hatte. Den Becher streckte er Passanten entgegen und forderte sie auf, ihm Geld zu geben. Außerdem bettelte er Gästen eines Straßencafés aggressiv an. Die Mitarbeiter der Ortspolizeibehörde nahmen dem 22 Jahre alten Mann, der aus aus Rumänien statt, das erbettelte Geld ab. Als der 22-Jährige kurze Zeit später gesehen wurde, wie er normal gehend von der Konzilstraße zu einem Auto mit Frankfurter Kurzzeitkennzeichen auf dem Döbeleplatz ging, riefen die Stadtpolizisten die Polizei. Auf dem Parkplatz traf die Polizei dann mehrere Personen an. Die Beamten durchsuchten das Fahrzeug und fanden 200 Euro Kleingeld. Der 22-Jährige wurde erkennungsdienstlich behandelt. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, dass der Mann 200 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen musste.

Verdacht auf bandenmäßiges Betteln

In den vergangenen Jahren zog es vom Herbst an und bis zur Weihnachtszeit nach Mitteilung der Polizei immer wieder Bettler ins Stadtgebiet. Die Polizei erklärte, es müsse davon ausgegangen werden, dass die Bettler Teil bandenmäßig betriebener Strukturen waren. Immer wieder sei der Verdacht aufgekommen, dass die anscheinend ganz armen und behinderten Menschen ihre Hilfsbedürftigkeit nur vorspielen, um so an mehr Geld zu erbetteln.

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