„Bild“ entschuldigt sich bei Peter Lenk

Falsche Papst-Behauptungen zurück genommen

Konstanz/Stuttgart/Berlin (gro) „Bild“ Stuttgart hat die Behauptung zurück genommen, in der Konstanzer Bahnhofshalle schocke ein „fasersplitternackter Papst Benedikt XVI.“ aus der Werkstatt von Peter Lenk Passanten und Fahrgäste der Bahn. Über den Berliner Anwalt Johannes „Johnny“ Eisenberg setzte der Bildhauer ferner eine Gegendarstellung durch, die heute in der „Bild“-Regionalausgabe Stuttgart erscheint. Redakteure von „Bild“ haben sich für den fehlerhaften Bericht vom vergangenen Freitag bei Lenk telefonisch entschuldigt. Ausgelöst wurde die Affäre durch die Aufstelllung einer originalgetreuen Abbildung der Papstfigur, die von Lenks Imperia seit 1993 über der Konstanzer Hafeneinfahrt hochgehalten wird.

„Schon der erste Blick hätte genügen müssen“

Laut Anwalt Eisenstein, dessen Dienste immer wieder auch die Berliner „taz“ zu nutzen weiss, hat sich die Bildzeitung auch verpflichtet, die Falschbehauptungen nicht zu wiederholen. Im Übrigen, so merkt Eisenstein weiter an, hätte sich den Bildredakteuren beim Betrachten der Figur auf den ersten Blick erschliessen müssen, dass die fragliche Skulptur auf keinen Fall den amtierenden Papst Benedikt XVI. abbildet.

Blamage für hohe CDU-Landespolitiker

Öffentlich blamiert sind nun auch hohe Landespolitiker der CDU. Innenminister Heribert Rech hatte sich über die angebliche Benedikt-Nachbildung ebenso empört wie Landes-CDU-Generalsekretär Thomas Strobl. Auch der Konstanzer Münsterdekan Mathias Trennert-Helwig war von „Bild“ in den von Falschinformationen ausgelösten Konflikt hineingezogen worden.

http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/aktuell/2010/05/03/gegendarstellung/regio-stuttgart.html

http://www.bildblog.de/18509/fasersplitternackte-tatsachen/

Foto: wak

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