Bodensee-Land ist Burgunder-Land

Linzgau-Köche kreieren zusammen mit Weingut Aufricht ihren Cuvée 2009

Überlingen (red) Die Linzgau-Köche haben ihren Cuvée 2009 kreiert. Nicht Nicht kommerziell sollte er sein, sondern eher charakterstark. Dieses Mal machten sich die Köche zusammen mit Manfred Aufricht auf die Suche. Nach einer Verkostung haben sie sich entschieden. Noch  ist der Wein nicht in Flaschen abgefüllt, so die Auskunft des Weinguts Aufricht. Ach ja, den April haben die Linzgau-Köche übrigens zum Gourmet-Monat erklärt. Das Motto heißt: „Horch von fern ein leiser Leckerton“. Ihren Cuvée gibt’s dann ab Mai.

Besser charakterstark als mehrheitsfähiger

Dass die Linzgau-Köche eine ganz besondere Spezies von Wirten sind, bewiesen sie mit ihrer Zunge, Gaumen und einer überzeugenden Entscheidung: Zunächst süffelten und schnalzten; schmatzten und mahlten sie – dann diskutierten sie kurz und entschieden sich gegen den „gefälligen und kommerziellen“ Charakter eines Kandidaten, für einen ausdrucksstarken und säurehaltigeren Wein, den Linzgau-Köche-Cuvée 2009. „Wir wollen nicht den mehrheitsfähigen Tropfen küren, sondern wir wollen unseren Gästen den Wein anbieten, für den wir stehen: Ein charakterstarker Bodensee-Tropfen!“ entschied Thomas Gruler, der Sommelier der „Seehalde“ in Maurach.

Bodensee-Land ist Burgunder-Land

Es war eine schmackhafte Runde. Manfred Aufricht, Winzer aus Meersburg-Stetten, war mit mehreren flüssigen Vorschlägen auf den Heiligenberg ins „Berghotel Baader“ angerückt. Er hatte einige frisch abgefüllte Weine dabei und stellte diese den Linzgau-Köchen vor. Diese hatten ihren Favoriten herauszufinden, ihren „Linzgau-Köche-Cuvée 2009“. „Bodensee-Land ist Burgunder-Land“, stellte Manfred Aufricht seine verschiedenen Kandidaten vor. Sie alle hatten einen anderen Charakter, schmeckten sehr unterschiedlich, aber zählten letztendlich alle zu ein und derselben Reben-Familie, den Burgundern. Und noch eines einte sie: Sie alle kamen aus drei verschiedenen Lagen des Linzgaus: Von dem Terrain Birnau, Meersburg und Stetten.

Weissburgunder trifft Grauburgunder

Der reine Weissburgunder schmeckte allen auf den ersten Schluck. „Gefällig und süffig“, erkannte Rudi Öxle, Markdorf, schnell. Der nächste Kandidat war ein Cuvée aus Weiss- und Grauburgunder, er überzeugte Jürgen Waizenegger, Limbach, sofort: „charakterstark und säurehaltiger.“Ein überzeugender Grauburgunder stand ebenfalls zur Probe an, mit „deutlichen Spuren von Mineralien“, dafür sprach sich Peter Vögele, Lippertsreute, aus.

Wein der zu uns passt

Manfred Aufricht wollte die Köche entscheiden lassen: „Es ist ihr Wein, sie müssen ihn zu ihren Gerichten anbieten wollen und überzeugt davon sein“, lud er zu einer weiteren Proberunde ein. Andreas Schiele, vom Salmannsweiler Hof in Salem, appellierte: „Wir müssen hier nicht den Wein herausfinden, der allen schmeckt, sondern unseren, der zu uns passt, und unseren Geschmack und unsere Region spiegelt.“ Auch Andreas Liebich, Andelshofen, sprach sich für den eigenständigen Charakter der Linzgau-Köche und somit auch ihres Weines aus.

Nicht gefällig oder kommerziell

Eine erneute Proberunde, erneutes süffeln und schmatzen, und schließlich die überzeugenden Abstimmung: Der Linzgau-Köche-Cuvée 2009 ist wie die Linzgau-Köche selbst: Nicht gefällig und kommerziell, sondern eigenständig und charakterstark! Ein Cuvée aus Weiss- und Grauburgunder, und ein Spiegel der Linzgau-Landschaft: Reben von den Hängen der Birnau, Meersburg und Stetten.

Dieses Jahr mit Aufricht

Der Linzgau-Köche-Cuvée des Jahres 2008 ist ausverkauft. 2.000 Flaschen hatten die Linzgau-Köche sich abfüllen lassen. Sie hatten ihn im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Markgrafen und dem Weinhaus Hack, Meersburg, kreiert. In diesem Jahr wollten die Köche mit dem Weingut Aufricht zusammenarbeiten, das nächste Jahr soll wieder ein anderer Winzer der Region zum Zug kommen. Clemens Baader, Küchenchef des Berghotel Baader: „So lernen wir nebenbei jeden Winzerbetrieb der Region auch mal von einer anderen Seite kennen.“

Horch von fern ein leiser Leckerton

Mit einem charaktervollen, frischen Geschmack im Gaumen und 2.000 neuen Frühlings-Broschüren unterm Arm, zum „Gourmet-Monat April“ für ihre Kunden, stehen die Linzgau-Köche ab sofort für die neue Saison bereit. 17 verschiedenen Frühlings-Gerichte hat „Die Redaktion“, Überlingen bei den Köchen gesammelt, ihre Geschichte dazu aufgeschrieben und in einer kleinen Frühlingsbroschüre bebildert. Die Frühlings-Rezepte stehen ebenfalls in dem Büchlein, das die Gäste nun frühlingshaft und kulinarisch verführen soll, frei nach Eduard Mörike: Die Kräuter träumen schon, wollen balde kommen: Horch von fern ein leiser Leckerton!“

Unser Tipp: Wer den Wein verkosten will, kann ihn ab Mai auch direkt beim Weingut Aufricht beziehen.  Einfach nach dem Cuvée aus Weiss- und Grauburgunder der Linzgauköche fragen.  Mehr übers Weingut http://www.aufricht.de/

Foto: Heinrich Lange PIXELIO

www.pixelio.de

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