Bodenseekreis: Kampagne startet – Absagen aus Verkehrsministerium

B 30/31: Studenten der Zeppelin University beißen sich die Zähne aus – Empörte Studenten: „Demütigung der Region“

Rückschläge für LobbyingBodenseekreis. Jetzt erst Recht. „Die Region muss jetzt gemeinsam laut werden!“, fordern Studenten der Zeppelin University in Friedrichshafen. Gerade haben sie ihre Kampagne zum Ausbau der B 30 und B 31 gestartet, da gab es auch schon den ersten Rückschlag: Eine Absage durch den Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium an die Spitzen der Politik und Wirtschaft in der Region in der vergangenen Woche. Ihre erste direkte Absage bekamen auch die Studierenden der Zeppelin Universität vom zuständigen Referatsleiter in Bonn. Sie sprechen jetzt von einer „Demütigung der Region“.

Streitfall: Private Vorfinanzierung

Die Kernbotschaft der „klaren“ Absage laute: Der Ausbau am Bodensee konkurriere mit weiteren „baureifen“ Verkehrsinfrastrukturprojekten in Baden-Württemberg. Eine Vorfinanzierung der Ausbaukosten durch Dritte sei seitens des Bundes nicht gewünscht. Die Botschaft stoße auf Unverständnis bei den Studierenden, die den aktuellen Entscheidungsprozess wissenschaftlich begleiten und eine öffentlichkeitswirksame Kampagne initiiert haben. „Die Zahlen sprechen für den Ausbau. Und die Besonderheit der Bereitschaft der hiesigen Wirtschaft, sich an den Kosten des Ausbaus zu beteiligen, sollte jeden Verkehrspolitiker zum Handeln bringen“, so Johannes Heuser, Student an der ZU.

Studenten: Bürger müssen auf die Straße

Gemeinsam mit dem Friedrichshafener Oberbürgermeister Andreas Brand und den Befürwortern des Bundesstraßenausbaus wollen die Studierenden nun im Januar beraten, wie mit dieser „Demütigung der Region“ verfahren werden soll. „Für uns ist klar, dass die Bürger nun auf die (beiden) Straße müssen, um die Wahlkampfzeit effizient zu nutzen. Wir wollen helfen, mit einer Mobilisierungskampagne den Protest nach Berlin und Stuttgart zu tragen“, so Eric Aufricht, ebenfalls Studierender im Lobbying-Seminar an der ZU. Den Studierenden sei klar, dass die Politiker eingebunden werden: Bundestags-und Landtagsabgeordnete könnten jetzt im Schulterschluss deutlich machen: So nicht Herr Ramsauer!

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