Bodenseeregion profitiert von regionalem Stadtwerk

Technische Werke Friedrichshafen GmbH (TWF) legt Standortbilanz vor – Geld bleibt in der Region

Friedrichshafen. Jeder Arbeitsplatz bei der Technische Werke Friedrichshafen GmbH (TWF) sichert weitere 1,5 Arbeitsplätze in der Region. Auch die 12 Millionen Euro Investitionen, die die TWF 2009 tätigte, verblieben zum großen Teil in der Region. Die ist das Ergebnis der Standortbilanz, die die TWF erstmals erstellen ließ.

 

578 Arbeitsplätze hängen an der TWF

Insgesamt 578 Arbeitsplätze in der Bodenseeregion hängen direkt oder indirekt von der TWF ab. Denn die 235 Mitarbeiter leben und wohnen in der Region und geben ihr Geld hier aus. Zusätzlich vergibt die TWF einen Großteil ihrer Aufträge an Betriebe in der Region und zahlt Steuern und Abgaben in die öffentlichen Kassen der Städte und Gemeinden.

Region profitiert von regionalem Stadtwerk

So bleiben rund 20 Cent von jedem Euro, den Kunden der TWF für Strom, Erdgas, Wärme oder Wasser zahlen, im regionalen Wirtschaftskreislauf. Es sind sogar 90 Cent, wenn man den – notwendigerweise überregionalen – Energieeinkauf und die Bundessteuern außer acht lässt, rechnet TWF-Geschäftsführer Alfred Müllner vor. „Strom und Gas werden hier nun einmal nicht produziert“, erklärt Müllner. Die restlichen Ausgaben der TWF blieben jedoch zum größten Teil in der Region. Das Ergebnis: ein regionaler Kreislauf, der in der Stadt Friedrichshafen und der Bodenseeregion für Wachstum und Beschäftigung sorgt. „Das zeigt den Nutzen eines regionalen Stadtwerks. Kein Energiekonzern kann vor Ort eine solche Bilanz vorweisen“, sagt Müllner selbstbewusst.

Aufträge an regionale Unternehmen

Denn die TWF investiert auch kräftig vor Ort – für Klimaschutz und erneuerbare Energie, aber auch für Ausbau und Sicherheit der Energie- und Wassernetze. 12 Millionen Euro waren es allein im Jahr 2009. Auch hiervon blieb der größte Teil in der Region. Immerhin kümmern sich die TWF-Mitarbeiter um 840 Kilometer Stromnetz, 523 Kilometer Gasnetz und 430 Kilometer Wassernetz. „Wir beschäftigen dabei bevorzugt Unternehmen aus der Region“, erklärt Müllner. „Das ist für uns ein unverrückbarer Grundsatz.“

CO2-Einsparungen durch Investitionen

Auch im Bereich regenerative Energien und Umwelt hat die TWF investiert. Brennstoffzelle, Holzhackschnitzel-Heizung, Erdgas-Tankstelle, Biogas, Solarstadt – auch darauf geht der Bericht eingehend ein. Schließlich erspart die TWF allein mit dem Strom aus Wasserkraft, den sie all ihren Privatkunden bietet, der Umwelt rund 50.000 Tonnen CO2 jährlich. Weitere 2.000 Tonnen Ersparnis stammen aus den weiteren Umweltprojekten. 5200 Hektar Waldfläche, das sind über 7.000 Fußballfelder, wären nötig, um diese Menge CO2 auszugleichen.

3,5 Millionen Fahrgäste in Bussen

Schließlich geht die von der TWF vorgestellte Standortbilanz auch auf das soziale Engagement der TWF ein. Rund 250.000 Euro jährlich vergibt die TWF an regionale Vereine und Initiativen, die sich für Sport, Kultur, Bildung und Soziales stark machen. „Wir übernehmen Verantwortung und schaffen Werte für die Region“, erklärt Müllner die hohe Summe. Schließlich bewegt die TWF in der Region Einiges – im wahren Sinne des Wortes. Neben den 60.000 Haushalten, die sie mit Strom, Gas, Wasser und Wärme versorgt, sind es auch die von der TWF geführten Verkehrsbetriebe: 3,5 Millionen Fahrgäste hat der Stadtverkehr für Friedrichshafen jährlich, 1,2 Millionen Fahrgäste die Bodensee-Oberschwaben-Bahn, 315.000 Fahrgäste der Katamaran und 1,2 Millionen Kurzparker in den TWF-Parkhäusern.

Erstmals Wert der TWF beziffert

Die TWF-Standortbilanz fasst all das zusammen. „Zum ersten Mal können wir den Nutzen, den die TWF der Region bringt, auch beziffern“, so Müllner. Sein Fazit: „Das ist unsere Heimat, und wir engagieren uns hier mit Herzblut.“

Foto: TWF

 

 

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