Bürgerinitiative; Wirtschaft und Politik fordern B 31 Ausbau im Bodenseekreis jetzt

B 31 neu: Alle außer dem Bund ziehen an einem Strang und fordern sofortigen Ausbau der Infrastruktur in der Region

Bodenseekreis. Stadt, Bodenseekreis, Messe, Handel, Wirtschaft und das Bündnis Pro B31 fordern in einem gemeinsamen Brief den sofortigen Ausbau der Infrastruktur in der Region. Der Brief ist adressiert an Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer sowie an vier Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen, Martin Gerster, Birgit Hamburger und Andreas Schockenhoff sowie an die Landtagsabgeordneten Hans-Peter Wetzel und Norbert Zeller.

Wirtschaft und „Pro B 31“ ziehen an einem Strang

Unterzeichnet wurde der Brief an die Bundes- und Landespolitiker von Heinrich Grieshaber (Präsident der IHK Bodensee-Oberschwaben), Hans-Georg Härter (Vorstandsvorsitzender der ZF AG), Volker Heuer (Vorstandsvorsitzender der Tognum AG), Peter Gerstmann (Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH), Eckard Settelmeyer (Direktor Erdbeobachtung und Wissenschaft, EADS Astrium), Dr. Kurt Sabathil (Geschäftsführer Medienhaus Schwäbischer Verlag), Klaus Wellmann (Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen), Hubert Maier (Vorsitzender der Dehoga Friedrichshafen), Rolf Schilpp (Sprecher des Bündnisses „Pro B 31“) sowie Landrat Lothar Wölfle und Oberbürgermeister Andreas Brand.

Anlass Zahlen im Entwurf des Bundeshaushalts

In dem Brief heißt es: „Nach dem Straßenbauentwurf, dem dem Entwurf des Bundeshaushalts beiliegt, werden auch im kommenden Jahr weder die Bagger an der B 30 Süd in Ravensburg noch an der B 31 in Friedrichshafen rollen. Dies ist ein Ergebnis, das wir weder akzeptieren können noch wollen“.

B 31-Ausbau auch für Messe unverzichtbar

Für die Bürgerinnen und Bürger unserer Region, aber auch für Industrie, Handel, Mittelstand, Tourismus, Messe und Flughafen sei der Neubau dieser Bundesstraßen unverzichtbar. „Eine solch leistungsfähige und starke Stadt wie Friedrichshafen und die gesamte Region brauchen dringend bessere Verkehrsanbindungen“, fordert Oberbürgermeister Andreas Brand, auf dessen Initiative die Aktion zurückgeht. Nicht irgendwann in ferner Zukunft – sondern jetzt! Das gelte für die B 31 und gleichermaßen für den Weiterbau der B 30 aus Richtung Ravensburg sowie für die Modernisierung und den Ausbau der Südbahn.

Seestrecke fällt ab

„Durch den Lückenschluss der A 96 im Abschnitt Leutkirch – Wangen wird dieses Thema umso dringlicher, da nun zu beiden Seeseiten leistungsfähige Autobahnen gegeben sind, während die Querverbindung am See nicht Schritt halten konnte“.

Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sei von „elementarster Bedeutung“. Stadt und Landkreis aber auch die örtlichen Parteien, die Bürgerschaft sowie die Unternehmen vor Ort ziehen in dieser Frage an einem Strang. „Seit vielen Jahren fordern wir den Neubau der B 31. Seit vielen Jahren hören wir Worte des Verständnisses, der Unterstützung von Seiten der Politik. Das ist nicht mehr genug. Wir fordern Taten! Wir erwarten die Aufnahme der Projekte in die Finanzplanung 2011“.

„Wir erwarten, dass im kommenden Jahr alle notwendigen Entscheidungen für den zügigen Baubeginn der B 31 und der B 30 getroffen werden“, so die Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft, Handel und Messe. Der Verweis auf fehlendes Geld ist den Bürgerinnen und Bürgern, ist dem Handel und der Industrie nach Jahrzehnten des Wartens zu wenig: Die Menschen erwarten, dass die Pläne – nun da sie Rechtssicherheit haben – in die Tat umgesetzt werden.

Bodenseekreis und Friedrichshafen kündigen Druck an

Die Stadt Friedrichshafen und der Bodenseekreis werden im gemeinsamen öffentlichen Auftreten nicht nachlassen, auf die Dringlichkeit der Maßnahmen hinzuweisen und den Baubeginn einzufordern. Wer auch in Zukunft eine starke wirtschaftliche Region haben will, darf diese nicht beim Straßenbau und bei der Schieneninfrastruktur über Jahre hinweg vernachlässigen.

Die Unterzeichner fordern die Politiker eindringlich für die Menschen der Region auf, sich dafür einzusetzen, dass der Süden der Republik nicht erneut beim Straßenbau vergessen wird. Die gemeinsame Forderung: „Machen sie ihren Einfluss geltend, dass die wichtigen Infrastrukturmaßnahmen der Region in die Finanzplanung 2011 aufgenommen werden. Die Menschen erwarten Lösungen“.

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