Bürgerinitiative drehte Video über Verkehrsbelastung

Kurzfilm über das Leben an einer Straße in einem Überlinger Wohngebiet

Überlingen (wak) Die Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt und die Bürgerinitiative WOGE ZaNeLi kämpfen für die Verringerung des Verkehrs in Überlingen und sie fordern im Besonderen weniger Verkehr vor ihren Häusern, ihren Wohnungen und ihren Büros. Sie wollen weniger Staus und weniger gefährliche Situationen in den Überlinger Einkaufsstraßen und sie wollen weniger Autos und Lärm vor ihren Schlafzimmerfenstern. Ihre Ziele sind nicht unbedingt identisch – ihre Entschlossenheit dagegen schon.

Reines Wohngebiet

Während die Innenstadt schon seit Jahren unter dem schier unerträglichen Verkehr stöhnt, leiden die Wohngebiete in der Überlinger Nordweststadt noch nicht sehr lang aber kaum weniger. „Als Anlage erhalten Sie zufällig gemachte Aufnahmen der Zahnstraße vom Mai 2009“, mailte Alexander Kuntz von der Bürgerinitiative WOGE ZaNeLi gestern Nachmittag an See-Online.info. „Sieht so eine Straße in einem Reinen Wohngebiet aus?“, fragt die Bürgerinitiative WOGE ZaNeLi.

Seit zwei Jahren leiden unterm Verkehr

2008 und 2009 entschied sich die Stadt in einer Art Hauruck-Verfahren für eine neue Verkehrsführung, von der das „Dorf“ profitierte. Ein ganzes Wohngebiet aber wurde von der Stadt überrumpelt. Der Richtung B31 stadtauswärts fahrende Verkehr wurde plötzlich durch die Zahnstraße geleitet.

Verkehrsmenge hat sich vervielfacht

Durch das Wohngebiet sei eine neue Stadtautobahn geführt worden, beklagen sich die Betroffenen. Die Straße habe das Quartier „gnadenlos zerschnitten“. Noch 2008 fuhren in der Zahnstraße nach Angaben der Bürgerinitiative nur 1.500 Autos täglich. Heute sind es über 6.500 Autos, Busse, Lastwagen und Motorräder jeden Tag. „Riesige Umwege wurden als ,Fortschritt’ bezeichnet, die vielen engen und engsten Nebenstraßen der Wohngebiete im wahrsten Sinne verkehrs,belebt’ anstatt beruhigt“, erklärt die WOGE ZaNeLi.

OB wollte Prioritäten setzen

Während ihres OB-Wahlkampfes hatte Oberbürgermeisterin Sabine Becker versprochen, dass das Thema Verkehr für sie Vorrang habe. Bereitwillig hatte sie sich damals auch bei einem Vororttermin in der lauten Zahnstraße und anschließend bei einem Treffen mit Anwohnern in einer Pizzeria beim Krankenhauskreisel die Sorgen und Nöte der Bewohner der Nordweststadt angehört. Die Bewohner des Quartiers schöpften damals Hoffnung. Von einer neuen dynamischen Oberbürgermeisterin erhofften sie sich vor der OB-Wahl noch neuen Schwung und Verbesserungen der Verkehrssituation.

Video zeigt den Alltag

Doch passiert ist seit dem Amtsantritt von Sabine Becker – abgesehen von einem Tempomessgerät in der Zahnstraße – noch nicht viel. Auch deswegen ist das schon fast ein Jahr alte Video der Bürgerinitiative noch immer aktuell. „Vielleicht haben Sie die Möglichkeit den Film zu veröffentlichen?“, schrieb Alexander Kuntz von der Bürgerinitiative WOGE ZaNeLi.

Das Video steht jetzt auf YouTube (Suchbegriff:   WOGE_Reines Wohngebiet Zahnstrasse) und zum sofort Anschauen hier auf unserer Seite.


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