Bürgerinitiative will kommunales Konstanzer Klinikum retten

Gewerkschaft verdi lädt alle Interessierten zur Gründungsversammlung ein

Konstanz. Das Konstanzer Klinikum soll ein Krankenhaus in öffentlicher Trägerschaft bleiben. Gegen eine mögliche Privatisierung des Klinikums soll auch eine Bürgerinitiative kämpfen. Die Gründungsversammlung ist am Dienstag, 31. Mai. Die Initiative ergriffen hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

Bürgerinitiative will sich gründen

Interessierten Bürgerinnen und Bürger, Vertreter politischer Parteien und im sozialen und Gesundheitsbereich aktive Vereine und Initiativen aus Konstanz seien eingeladen, am Dienstag, 31. Mai, um 18 Uhr im den Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, zur zur Gründung einer Bürgerinitiative für das kommunales Krankenhaus zu kommen.

Angst vor Privatisierung des Klinikums

„Das Klinikum Konstanz kommt seit Monaten aus den Schlagzeilen nicht heraus“, heißt es in einer Mitteilung von Verdi. Je länger der Umstrukturierungsprozess dauere, je länger der Streit um Wirtschaftspläne und die personellen Querelen die Debatte beherrsche, desto größer werde die Gefahr, dass nur noch nach einer „billigen Lösung gesucht“ werde.

Pro kreisweite Lösung

„Ein Beschluss zur Privatisierung des Krankenhauses wäre eine Bankrottklärung der Politik“, schreibt Verdi. „Wir sind der Auffassung, dass die dem Gemeinwohl dienende Gesundheitsversorgung in öffentlicher Hand bleiben muss und nur durch eine kreisweite Lösung eine dauerhafte Zukunftsperspektive geschaffen werden kann“, so die Gewerkschaft, die auch die Interessen vieler Krankenhausmitarbeiter vertritt. „Die Diskussion darüber, wie diese kreisweite Lösung aussehen könnte, wollen wir nicht allein den Politikern und Chefärzten überlassen“, fordert Verdi.

Foto: bbroianigo PIXELIO www.pixelio.de

3 Kommentare to “Bürgerinitiative will kommunales Konstanzer Klinikum retten”

  1. Bolle Knallquist
    13. Mai 2011 at 13:30 #

    Es wird Zeit, den Kasten endlich zu privatisieren. Dann hat nämlich nur einer das Sagen. Und zwar der, der am meisten Ahnung vom Geschäft hat. Das öffentliche Waschweibergeschwätz hört dann endlich auf. Die verantwortlichen Akteure täten gut daran, der von Gewerkschaften, linken und nach links gerückten Politikern geschürten Angst vor einer Privatisierung entschieden entgegen zu treten. „The German Angst“ ist mal wieder der Maßstab allen Handelns. So langsam machen wir uns ja auf der ganzen Welt lächerlich.

    Mich würde mal die Begründung interessieren, warum es etwas mit „Gemeinwohl“ (was ist das eigentlich??) zu tun haben soll, ob ein Krankenhaus privat oder öffentlich betrieben wird. Was soll daran eine „Bankrotterklärung“ sein, wenn ein Krankenhaus privatisiert wird? Könnte man ja auch als „Zeichen der Vernunft“ sehen. Sowas kommt aber verbohrten und ewig gestrigen Gewerkschaftfunktionären nicht in den Sinn. Ein bisschen Rotfrontpropaganda muss ja schon sein. Schließlich müssen die üppigen Funktionärsgehälter irgendwie gerechtfertigt werden, oder?

    Der Klassiker, wenn keine Argumente da sind: „Es kann nicht sein, daß …“. Wer so „argumentiert“ ist ein Bauernfänger, ein Grüner, ein Linker oder ein Sektenguru und sollte mit Vorsicht zu genießen sein. Und daß etwas so bleiben muß, weil es immer schon so war, ist ja das Allergrößte. Wer so denkt, würde heute noch in Erdlöchern leben.

    Wer wirklich eine Zukunftsperspektive schaffen will, muss seine Denkstrukturen ändern und offen sein. Parolen aus der roten Mottenkiste sind da nicht hilfreich.

  2. dk
    15. Mai 2011 at 13:17 #

    Manche Probleme scheinen sich mittelfristig von selbst zu lösen, ohne dass „Bauernfänger, ein Grüner, ein Linker oder ein Sektenguru“ „seine Denkstrukturen ändern“ müssen (siehe Nr.1 Bolle Knallquist).

    Laut Gerüchten sollen sich auf Messen im TG/CH auch Betriebe des Gesundheitswesens (Pflege) präsentieren. Falls man sich dort informieren möchte und nebenbei erwähnt, dass man aus der Krankenpflege kommt, wird spontan eine Visitenkarte gezückt und darauf hingewiesen, dass man jederzeit Bedarf an Mitarbeiter/innen – als Voll- oder Teilzeitarbeit hat. Das Angebot soll unbeschränkt gültig gewesen sein und keinesfalls als saisonale Notlage, sondern eher als dauerhafte berufliche Weiterentwicklung verstanden worden sein.

  3. metapha
    30. Mai 2011 at 15:12 #

    @Bolle Knallquist
    Schön, dass wenigstens Sie den Überblick behalten und uns ewig gestrigen Gewerkschaftfunktionären, Bauernfänger, grünen,linken oder Sektengurus – in Erdlöchern lebenden unwissenden endlich auf „Intelektuelle Art“ die Welt und – im Besonderen – die des Mikrokosmos „Klinikum Konstanz“ erklären und uns damit endlich die Augen öffnen!
    Offensichtlich macht Ihnen der Begriff „Gemeinwohl“ etwas Probleme, Ihre Frage dazu wird von Ihnen aber sogleich selbst beantwortet?!
    Einfach mal den Duden oder Google bemühen, auch zu finden unter: salus publica
    Ansonsten begegne ich persönlich eher Personen mit der von Ihnen beschriebenen „Vorsicht“, welche sich gerne Anglizismen bedienen um zu erklären, was sie selbst offensichtlich nicht verstehen – können oder wollen.

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.