Bürgerintiative fordert „Erste-Hilfe-am-Unfallort“ vor dem Crash

Noch ein Appell der Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt an OB und Gemeinderat

Überlingen (wak) Auch die Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt hat sich zum Wochenende noch einmal zu Wort gemeldet und erneut einen Brief an die Oberbürgermeisterin und die Mitglieder des Gemeinderats geschickt. Die Initiative fordert die Gewählten auf, die Verkehrssituation in der Innenstadt sofort zu verbessern – bevor es zu möglicherweise folgenschweren Unfällen mit Fußgängern komme.

Autos fahren über Gehwege

Wieder hat die Bürgerinitiative Fotos beigelegt. Sie entstanden am vor wenigen Tagten gegen 15 Uhr. „Sie zeigen erneut die andauernde Benutzung von Gehwegen als Fahrstraßen, was in Überlingen offensichtlich Methode wird“, heißt es in dem Schreiben. Ebenfalls „höchst problematisch“ sei die Benutzung der Gegenfahrbahn in der Franziskanerstraße durch

Busse im Bereich der Kreuzung Münsterstraße/Marktstraße/Christophstraße. „Für uns ist es nur eine Frage der Zeit, wann es auch im innerstädtischen Verkehr bei Duldung solcher Verkehrswidrigkeiten Verletze und Tote geben wird“, schreibt die Intiative weiter.

Initiative bedankt sich bei einzelnen Stadträten

Weiter heißt es: „An dieser Stelle möchten wir den (wenigen) Gemeinderäten herzlich danken, die uns Zuspruch für unsere Aktivitäten vermitteln. Es wäre allerdings in unserem Interesse, wenn sich die gewählten Vertreter der Bürgerschaft mehrheitlich sofort den akuten Sorgen der Bürger annehmen würden.“ Wie bereits berichtet hatte die SPD-Fraktion im Gemeinderat zunächst als einzige auf die Schreiben der Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt reagiert. Mittlerweile meldeten sich aber auch einzelne Stadträte zum Beispiel aus der CDU bei den Initiatoren Josef Fuchs, Hermann Josef Faupel, Thomas Gabel, Thomas Blaser, Hans-Michael Graf und Markus Gorber und bestärkten die engagierten Bürger.

Foto: Arno Bachert PIXELIO

www.pixelio.de

4 Kommentare to “Bürgerintiative fordert „Erste-Hilfe-am-Unfallort“ vor dem Crash”

  1. dk
    10. April 2010 at 12:48 #

    Für weniger als 10 Euro kann man beim KNer Baustoffhandel einen rechteckigen hohlen Betonstein (60/40/25 cm) kaufen, den man mit Erde füllt und Blümchen einpflanzt (bzw. aufeinander stellt zu einer Mauer).

    Bsp.
    1.000 m Fussgängerweg : 5 m Abstand = 200 Steine x 10 Euro = max. 2000 Euro Kosten (exkl. Erde, Blümchen, Zustellung).

    Frage:
    Wie hoch ist die Gebühr für eine Genehmigung?

  2. loewe
    10. April 2010 at 14:28 #

    Noch schlimmer sehe ich das Gefahrenpotential entlang der Zahnstraße, dem Schättlisberg und an der Diakonie. Speziell an der S-Kurve in der Zahnstraße wurde letzte Woche beinahe ein Kind auf dem Gehweg von einem LKW überrollt. Die Mutter konnte das Kleine im letzten Moment in Sicherheit ziehen. Schaut man sich die Randsteine entlang der Zahnstraße an, dann wird einem sehr schnell bewusst, dass es sich hier um eine „tickende“ Bombe handelt. Wie wird das Risiko wohl erst sein, wenn der Kindergarten am Schättlisberg eröffnet ist?

  3. sparring
    10. April 2010 at 19:24 #

    hallo Rathaus und Bürger — aufgewacht ! Was hier abläuft, ist eine gigantische Desinformation. Von der neuen Initiative
    (Geschäftsleute / Dienstleister) wird für die Hauptgeschäfts-straßen Verkehrsberuhigung eingefordert. Die Menschen werden dabei aber nur als Spielmaterial benutzt.
    Denn — vergleiche 2008 im „Dorf“ : Die gleiche Seilschaft, die gleiche Zielsetzung „Vorteile für Geschäfts-und Gewerbe-straßen“, mit dem Ergebnis der „Verkehrsberuhigung 2008“: Rund 5.000 Kfz mehr wurden von Stund‘ an durch die angrenzenden, z.T. extrem engen Reinen Wohngebiete geleitet.

    Dieses bedenkenlose Vorgehen war und ist unmoralisch ! So eine Maßnahme bedarf gründlicher Vorplanung und Abwägung. Deshalb darf sich „Verkehrsberuhigung im Handstreich“ nicht wieder-holen. Viele Bürger unserer Stadt sind es leid, von Interessen-gruppen zu beliebigen Spielbällen degradiert zu werden.

    — sparring —

  4. St. Pauli
    11. April 2010 at 13:54 #

    Die sogenannte „Neue Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt“ ist natürlich nicht neu. Ich kenne Schreiben bereits aus dem Jahr 2008, wo die Initiatoren Fuchs, Faupel usw. ellenlange Briefe der Ü-BIN mit unterschrieben haben. Hier versucht man die Stadt mit Horrorszenarien unter Druck zu setzen, um Schritt 2 vor der eigenen Haustüre schnellstmöglich durchzusetzen. Liebe Verkehrsgeschädigte in den Wohngebieten, schaut genau hin, das sind die Mitverursacher vor Eurer Haustüre. Na ja, es gibt ja auch andere Apotheken.

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