Bürgermeister Simon Blümcke: Bodensee Region erstickt im Verkehr

CDU Bodenseekreis hofft auf baldigen Baubeginn bei B 30 und B 31

Hagnau (red) Rechtzeitig zum Start in die Sommerferien meldet sich die Bodensee Region zum Thema Verkehr zu Wort. Die Mitglieder des Kreisvorstands der CDU Bodenseekreis haben sich Hagnau über die Verkehrssituation informiert. Das Fischer-, Winzer- und Feriendorf leidet vor allem im Sommer wegen des Durchgangsverkehrs. Bürgermeister Simon Blümcke stören aber weniger die Touristen, sondern vor allem die Brummis.

Hagnauer Bürgermeister möchte nicht mehr warten

„Nicht nur Hagnau leidet unter der unerträglichen Verkehrssituation – die ganze Region erstickt am Verkehr“, so Simon Blümcke, Bürgermeister der Gemeinde Hagnau. Insbesondere der ständig zunehmende Schwerlastverkehr belaste die Gemeinden am See und im Hinterland. Es sei, so Blümcke, an der Zeit, das Thema gemeinschaftlich und regional anzugehen. Verkehrszählungen und Aktionspläne seien alles Schritte in die richtige Richtung. Jedoch stelle sich die Frage, wie lange der Bodenseekreis noch auf eine Lösung der Verkehrsproblematik warten müsse.

Landrat Wölfle will neu über Maut diskutieren

Landrat Lothar Wölfle sowie auch der frühere Verkehrsminister und Landtagsabgeordnete Ulrich Müller sind einer Meinung mit Blümcke. Landrat Wölfle betonte die Notwendigkeit, das Thema „Maut“ in Baden Württemberg aktiver zu besprechen. Mautumfahrer erhöhten das Verkehrsaufkommen zusätzlich, behaupten Politiker im Bodenseekreis. Für den Straßenbau sei mehr Geld erforderlich, zugleich müsse die Planung weiterlaufen. Die Kreisvorsitzende, Sylvia Zwisler, sagte: „Wir von der CDU wissen, dass das das Thema Straßenbau in der Region vielen unter den Nägeln brennt. Vor-Ort Termine sind immer eine gute Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.“ Sehr wichtig sei, so Zwisler, dafür zu sorgen, dass die vorhandenen Mittel an den Bodensee geholt würden. Müller begrüßte die großräumige Betrachtungsweise von Bürgermeister Simon Blümcke und wies darauf hin, dass es im Interesse aller läge, wenn bei den planfestgestellten Abschnitten der B 30 und der B 31 möglichst bald mit dem Bau begonnen würde.

Ein Kommentar to “Bürgermeister Simon Blümcke: Bodensee Region erstickt im Verkehr”

  1. dk
    28. Juli 2010 at 23:01 #

    Spontane Idee: eine 4-spurige Schnellstrasse ohne Maut zwischen Autobahnenden bei Lindau und Stockach durch das Hinterland, bei der Autobahn-ähnliche Abzweige sowohl das Hinterland erschliessen als auch einen relativ kurzen Zugang zum Bodensee ermöglichen. Man kann Abzweige so plazieren, dass es mehrere Wege zum See gibt und der Verkehr sich gleichmässig auf Landstrassen verteilt.

    Der Vorteil für das Hinterland wäre eine schnelle Anbindung an das überregionale Netz und mögliche Infrastruktur-Verbesserungen für (neue) Gewerbeansiedlungen. Sofern man die Geschwindigkeit begrenzt (z.B. 100 kmh), ist eine Lärm- und Abgass-Belästigung eher gering und der Verkehr fliesst trotzdem gleichmässig zügig. Der Widerstand bei grünen Ökologen und Einheimischen könnte gemildert werden.

    Im Harz-Gebirge musste man anfangs von der Niedersachsen-Autobahn erst Landstrasse bis Goslar fahren und dann 4-spurige Schnellstrasse bis Bad Harzburg, danach wieder Landstrasse.
    Inzwischen ist es „human“: ab Bad Harzburg gibt es nicht nur die Autobahn nach Braunschweig (Norden), sondern die Fortführung der 4-spurigen Schnellstrasse bis nach Halle/Leipzig, wobei es am Ende auch etwas Landstrasse gibt.

    Da die Datenautobahn mit DSL auch flüssig läuft, könnte man nur noch über die Bahnverbindungen lästern; dafür gibt es aber eine gute Schmalspurbahn nach Süden ins „Gebirge“ (Brocken und noch weiter).

    Die Region ist sicherlich dankbar für diese Lösung, obwohl die West-Ost-Querung allen zugute kommt (nicht erst den Umweg über Magdeburg-Berlin nach Leipzig).

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.