Christoph Nix' Absage: 2011 kein Freilufttheater in Konstanz

„Glöckner von Notre Dame“ erst 2012 als Freilichtinszenierung – Budget des Theaters gekürzt

Konstanz. „Die Freilichtspiele des Theater Konstanz werden erst im Juni 2012 auf dem Münsterplatz Premiere haben“, das verkündete Christoph Nix, Intendant des Theater Konstanz. Offenbar hat das Überlinger Sommertheater in diesem Sommer Vorrang. Nix begründete die Absage auch mit einer Kürzung des Budgets. Deswegen seien Investitionen nicht möglich. Er sehe keine Geldgeber für die ursprünglich für 2011 geplante Konstanzer Poduktion.

Vorrang für Überlinger Sommertheater

Die Theaterleitung habe sich zu diesem Schritt entschieden, nachdem klar geworden sei, dass man sowohl das Überlinger Sommertheater weiterführen, als auch die Rathausoper unterstützen wolle.Nix sagte, dass Konstanz anspruchsvolles Freilichttheater brauche. Der Konstanzer „Totentanz“ und auch „Anatevka“ hätten bewiesen, dass es in der Bevölkerung ein überaus großes Interesse gäbe.

Weder Stadt noch Großbürger sind freigiebig

Das Theater sei bei der Frage der Anschaffung einer Infrastruktur für die Freilichtspiele ausschließlich auf sich selbst angewiesen, weder das Land, noch die Stadt hätten derzeit Mittel frei, so Nix. „Ein großbürgerliches Engagement ist trotz der Ansammlung von reichen Leuten am Bodensee nicht zu erwarten“, heißt es in einer Mitteilung des Stadttheaters. Also verlasse das Theater sich auf sich selbst und werde erst 2012 die „schöne Esmeralda“ und den „menschenfreundlichen Glöckner“ auf dem Münsterplatz zeigen. Nix wies darauf hin, dass der Theater-Etat in 2011 eine Kürzung von 50.000 Euro aufweise, dies hätte exakt den Kosten für Infrastruktur entsprochen.

„Glöckner von Notre Dame“ im Sommer 2012

Mit Victor Hugos „Glöckner von Notre Dame“ wollte man das 15. Jahrhundert thematisieren, das grausame späte Mittelalter, um deutlich zu machen, „wessen Geistes Kinder wir waren“, bevor die Aufklärung begann. Die Aufführung im Jahr 2012 sei als Ausgangspunkt für eine regelmäßige Bespielung des Münsterplatzes gedacht. Man wolle sich dem Thema Mittelalter widmen und so einen Konnex schaffen zum Konziljubiläum 2014 bis 2018.

Foto: wak

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