Christoph Nix will mehr Geld fürs Theater Konstanz

Konstanz. Der Konstanzer Theaterintendant Christoph Nix möchte für die kommende Spielzeit 2013/2014 mehr Geld. Das Theater benötige 2014 rund 100.000 Euro mehr, schreiben Intendant Christoph Nix und Verwaltungsleiterin Sabine Bilharz-Jones in einem Schreiben an die Fraktionen des Konstanzer Gemeinderats. Nix argumentiert, das Auseinanderklaffen von Lebenshaltungskosten und Gagenhöhe führe dazu, dass viele Künstler nicht mehr bereit seien, nach Konstanz zu kommen.

Künstler leben nicht nur vom Applaus

In der vergangenen Woche formulierten Nix und Bilharz-Jones ihren Brief an die Vorsitzenden der Konstanzer Gemeinderatsfraktionen. In dem Schreiben heißt es, die derzeitige Durchschnittsgage der künstlerischen und künstlerisch-technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von rund 2.230 Euro brutto reiche nicht mehr aus, um qualifizierte Kräfte für das Theater zu gewinnen oder langjährig beschäftigte Künstler länger an das Theater in Konstanz zu binden. „Vom Applaus allein können die Künstler nicht leben“, stellt Nix fest.

Absagen ans Konstanzer Theater

In den vergangenen Jahren seien mehrere Positionen über Monate unbesetzt geblieben oder Bewerber hätten ihre Bewerbungen wieder zurückgezogen. Vor allem Künstler mit Familie könnten kaum in Konstanz leben. „Das ist bitter“, schreibt Nix.

Mehr Geld auch für Freie

Nix rechnet vor, dass er die Durchschnittsgage der festen Mitarbeiter gern um 100 Euro pro Monat erhöhen möchte. Auch freischaffende Künstlern müsse das Theater bessere Gagen bieten, wenn das Theater erfahrene Regisseure, Bühnen- und Kostümbildner für Konstanz gewinnen wolle. Die freien arbeiten laut Nix jeweils etwa zwei bis drei Monate am Theater. Dafür bekommen sie etwa 6.000 Euro. 7.000 Euro hält nix für angemessen.

Grundbudget nach oben

Deswegen wünscht sich der Intendant nun, dass die Stadt das Grundbudget ab der kommenden Spielzeit nach oben anpasst. Im Jahr 2013 würden 38.000 Euro benötigt. 2014 wären es 102.000 Euro. Nix und Bilharz-Jones schreiben: „Wir bitten deshalb darum, in den Haushaltsberatungen für die Jahre 2013/2014 über eine Anpassung des Grundbudgets zu sprechen.“ Weiter heißt es, um Besuchergruppen anzusprechen, müsse das Theater einen größeren Aufwand betreiben. Dasselbe gelte für das Finden von Kooperationspartnern und Erschließen von Drittmitteln. Hier brauche es Personal, das kontinuierlich arbeite.

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