DeinBus.de gewinnt Kampf gegen das Monopol auf der Schiene

Berlin gibt nach – Personenbeförderungsgesetz (PBefG) wird liberalisiert

Friedrichshafen/Offenbach/Frankfurt. Lange wurde verhandelt – jetzt haben sich die Fraktionen der CDU/CSU, FDP, SPD und von Bündnis 90/Die Grünen auf einen Kompromiss geeinigt. Das Personenbeförderunsgesetz (PBefG) wird liberalisiert. Der Fernbus wird von seinen Fesseln befreit. Das teilte das Busunternehmen mit.

Jubel bei DeinBus.de

DeinBus.de, seit Jahren „Freiheitskämpfer“ für den Bus, begrüßt die Liberalisierung: „Endlich bricht das Monopol der Bahn auf der Fernstrecke vollständig auf“, so die Unternehmensgründer, die auf Grundlage des alten Gesetzes einst von der Bahn verklagt wurden, weil sie günstige Fernbusverbindungen angeboten haben. „Wir starten jetzt voll durch und eröffnen noch in diesem Jahr weitere Fernbusverbindungen“, so dass Unternehmen. DeinBus.de bietet bereits jetzt täglich über 50 Städteverbindungen an.

Fernbus als Alternative zur Bahn

DeinBus.de freut sich über den Kompromiss zur Liberalisierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). Seit Jahren kämpft das kleine Unternehmen mit immer neuen Kniffen und Ideen gegen das Gesetz aus den 1930er Jahren, um bereits jetzt Fernbusverkehre zu ermöglichen. Dafür wurde das Start-up einst sogar von der Deutschen Bahn verklagt, deren Monopol durch das PBefG geschützt wurde. „Heute knallen bei uns die Korken – wir haben Jahre auf diesen Tag hingearbeitet“, erklärt Christian Janisch, einer Gründer von DeinBus.de

Städteverbindungen kommen hinzu

„Bereits jetzt bieten wir 50 Städteverbindungen täglich an, allerdings mit vielen juristischen Umwegen“, erläutert Ingo Mayr-Knoch, Co-Gründer von DeinBus.de. Dass nun das Gesetz endlich liberalisiert wird, erleichtert ihn. „Endlich können wir auch auf Strecken fahren, auf denen dies bisher nicht möglich war.“ Bereits jetzt verbindet DeinBus.de täglich mit zehn modernen Fernreisebussen 15 Städte in ganz Deutschland und im Ausland. So ist es möglich, mit dem jungen Unternehmen unter anderem täglich von Frankfurt nach München, viermal täglich von Stuttgart nach München oder auch täglich von Freiburg nach Heidelberg zu fahren. Das clevere Team von DeinBus.de hat bereits unter der aktuell noch gültigen Gesetzeslage Genehmigungen erhalten, das Angebot erfreut sich großer Beliebtheit. „Endlich ist sich die Politik einig und vollzieht die längst überfällige Öffnung des Mobilitätsmarktes. Profitieren werden davon die Verbraucher: innerdeutsche Reisen, ob mit der Bahn oder dem Fernbus, werden in Zukunft merklich günstiger sein.“

Von der Anklagebank auf die Überholspur

DeinBus.de kämpft seit langem für die Liberalisierung des Personenbeförderungsgesetzes und hat eine bewegte Geschichte: Drei Studenten gründeten es vor drei Jahren, nachdem sie im Ausland den Fernbus als clevere Reisemöglichkeit entdeckt hatten. Also organisierten sie über das Internet einige Fernbusverbindungen und wurden deshalb 2010 von der Deutschen Bahn auf Unterlassung verklagt. Der Staatskonzern wollte mit aller Macht die Konkurrenz ausbremsen und das eigene Monopol schützen. Nach dem gewonnenen Gerichtsprozess eröffnete DeinBus.de im November 2011 die erste Fernbuslinie zwischen München, Stuttgart und Tübingen. Im August 2012 folgten zwei weitere zwischen Freiburg und Konstanz sowie Freiburg und Stuttgart, im September folgten Linien von München nach Frankfurt, von Stuttgart nach Frankfurt, von Heidelberg nach Freiburg und von München nach Prag.

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