Die meisten Toten gab's beim Baden im Bodensee

Wasserpolizei stellt internationale Unfallstatistik für den Bodensee für 2010 vor

Wasserschutzpolizeiboot auf dem BodenseeKonstanz. Der vergangene Sommer war mies und auf dem Bodensee waren weniger Sportbootfahrer unterwegs als in schönen Sommern. Die Gesamtzahl der Unfälle sank (minus 33 Prozent). Die Zahl der Schiffsunfälle ging 32 Prozent zurück und die Zahl der Verletzten fiel um 31 Prozent. Trotzdem zählte die Wasserpolizei 13 Unfalltote. Das war einer mehr als im Vorjahr. 302 Personen oder 29 Prozent mehr sind aus dem See gerettet worden.

Rushhour auf dem See bei schönem Wetter

Das Jahr 2010 war laut Feststellung der Wetterdienste regenreich. Insbesondere der Mai war überdurchschnittlich nass. Deshalb herrschte häufig geringerer Sportbootverkehr. An schönen Tagen zog es dagegen viele Wassersportler auf den Bodensee, was gerade an Wochenenden zu Spitzen führte. Nur im Juli herrschte typisches Hochsommerwetter mit teilweise heftigen Gewittern. Insgesamt nahm die Anzahl der Starkwindwarnungen gegenüber dem Vorjahr deutlich zu, während sich die Anzahl der Sturmwarnungen reduzierten.

145 Unfälle 2010 auf dem Bodensee

Auf der 536 Quadratkilometer großen Seefläche und dem 21 Kilometer langen Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich insgesamt 145 Unfälle mit 13 Toten und 42 Verletzten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Unfälle um 72 (33 Prozent) weniger gewoden. Die Zahl der Verletzten fiel auf 42 (minus 19). Bei den Schiffsunfällen registrierte die Wasserschutzpolizei 25 Verletzte. Im Vorjahr waren es noch 40.

Viele verunglückten beim Baden

Die Zahl der Toten entsprach mit 13 im etwa der des Vorjahres. Die tödlichen Unfälle ereigneten sich in Baden-Württemberg (8), in Schaffhausen (2), in St. Gallen (2) und im Thurgau (1). Zwei Personen kamen bei Schiffsunfällen und eine beim Tauchen ums Leben. Sieben Personen verunglückten tödlich beim Baden. Insgesamt ereigneten sich elf Badeunfälle, dabei wurden drei Badende verletzt geborgen .Das war ein Mensch mehr als im Jahr zuvor. Bei den sonstigen Unfällen waren drei Tote zu beklagen.

Pegelstand 2010 unspektakulär

Der durchschnittliche Seespiegel lag mit 3,43 Meter im Bereich des normalen Mittelwerts. Der tiefste Stand wurde Ende Februar mit 2,72 Meter und der höchste Wert mit 4,53 Meter Anfang August registriert. Insgesamt war es ein durchschnittlicher Verlauf des Pegelstandes, weshalb es – mit Ausnahme im Monat Mai – zu keiner besonderen Einschränkung der Berufs- und Sportschifffahrt kam.

Dies ergab die Auswertung der Unfallstatistik des Jahres 2010 durch die Leiter der See- und Wasserschutzpolizeien aus Lindau, Vorarlberg, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Baden-Württemberg (Konstanz, Überlingen und Friedrichshafen).

Foto: Archiv wak

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