Die Migros kommt zurück in die Konstanzerstrasse

Konkurrenz schläft nicht – 45 Millionen für „Gardencity“

Konstanz/Kreuzlingen (gro) Noch hält vor allem Urs Portmann mit seinen famosen Havannas und Europas grösstem Humidor die Stellung in der halb verlassenen Konstanzerstrasse gleich hinterm Emmishofer Zoll. Seit die Migros weggezogen ist, sieht es dort aus, als drohe das einst hervorragend belebte, grenznahe Kreuzlinger Strassenstück zu veröden. Doch Besserung ist in Sicht: die Migros kommt wieder – als Immobilieninvestorin und vorübergehend wohl auch als Einzelhändlerin.

Migros-Pensionskasse legt 45 Millionen an

„Gardencity“ heisst das Projekt, das auf dem etwa 6000 Quadratmeter grossen Areal zwischen dem früheren Migros-Markt und dem Gleiskörper der SBB entstehen soll. Bauherrschaft ist die Migros-Pensionskasse (MPK) Zürich. Sie legt dort rund 45 Millionen Franken (30 Millionen Euro) an. Ein dreigeschossiger Sockelbau mit etwa 5800 Quadratmetern Nutzfläche soll Geschäfte und Büros aufnehmen, in einem 38 Meter messenden Hochhaus sollen knapp 70 kleine und mittelgrosse Wohnungen Platz finden.

Plant die Migros Sonderverkaufsaktionen?

Die Migros, die ihren Lebensmittelladen samt eingeschränktem Non-Food-Angebot im vergangenen September ins ehemalige Epa-Kaufhaus (das heute „ceha!“ heisst) am Bärenplatz verlegt hat, kehrt aber möglicherweise nicht nur als Immobilieninvestorin in die Konstanzerstrasse zurück. Es gibt, wie man hört, Pläne, wenigstens einen Teil der ehemaligen Ladenflächen für Sonderverkaufsaktionen mit Auslaufwaren aus eigenen Beständen zu nutzen. Eine solche Verwendung liegt nahe. Denn es ist bislang nicht gelungen, einen Nachmieter zu finden. Und für die Ladenflächen muss noch bis Ende 2013 Miete bezahlt werden.

Genehmigung erteilt – Baubeginn demnächst

Die Baugenehmigung für „Gardencity“ ist inzwischen erteilt, die Bauarbeiten beginnen, sobald das frostige Wetter vorbei ist. Spätestens Ende Juni 2012 soll „Gardencity“ eröffnet werden. Um die Vermarktung kümmert sich die Kreuzlinger „Immokanzlei“, um die Projektentwicklung die Swissbuilding Konzept AG (St. Gallen). Im Hause Urs Portmann sieht man der aktuellen Entwicklung zuversichtlich entgegen; es sei nun „abzusehen, dass es mit der Konstanzerstrasse in absehbarer Zeit wieder bergauf geht“.

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