DJV plant Veranstaltung zur Lage beim Konstanzer Südkurier

DJV spricht von „reichlich betrüblichen Nachrichten“ – Mehr Informationen voraussichtlich Anfang Dezember

Konstanz. Der Landesverband des Deutschen Journalistenverbands (DJV) plant offenbar eine Veranstaltung zur  Lage beim Konstanzer SÜDKURIER. Dies teilte der DJV Kreisverband am gestrigen Dienstag mit, dem Tag, an dem die „Frankfurter Rundschau“ Insolvenz anmeldete und die Zeitungskrise deutschlandweit wieder einmal für Schlagzeilen sorgte. Nach einem Bericht des Portals newsroom.de plant die Mediengruppe Pressedruck, zu der auch der Konstanzer SÜDKURIER gehört, insgesamt zehn Millionen Euro in Verlag und Redaktion einzusparen.

Indizien deuten auf massives Sparen hin

Inwieweit  das Medienhaus in Konstanz tatsächlich betroffen ist, ist noch nicht öffentlich bekannt. Eine  Anfrage von See-Online vom 6. November, ob und wie stark Verlags- und Redaktionsmitarbeiter in Konstanz betroffen sind, blieb vom Medienhaus unbeantwortet. Indizien sprechen aber dafür, dass die massive Einsparung Konsequenzen haben wird.

DJV ahnt Schlimmes

Der Konstanzer Kreisvorstand des Deutschen Journalistenverbands  teilte mit, dass es „reichlich betrübliche Nachrichten“ aus Augsburg gebe, wo, wie es in einer Info heißt, „offenbar gespart werden soll auf Teufel komm raus“. Das dürfte nicht spurlos am Südkurier vorbei gehen, heißt es weiter.

Veranstaltung noch im Dezember

Auf Konstanzer Anregung sei der Landesverband dabei, eine Veranstaltung zu organisieren, bei der auch Vertreter aus Augsburg, der „Mainpost“ und Gewerkschafter von DJV und Verdi dabei sein sollen. Einen Termin gibt es offenbar noch nicht. Die Veranstaltung solle aber nach einer SÜDKURIER-Betriebsversammlung stattfinden, also vermutlich Anfang Dezember.

Noch nicht das Ende der Fahnenstange

Im Medienhaus im Konstanzer Industriegebiet Oberlohn dürften tatsächlich noch unruhigere Zeiten angebrochen sein. Wer dachte, dass das Ende der Fahnenstange erreicht war, als die Mitarbeiter nicht einmal mehr einen Haustarifvertrag durchsetzten konnten, irrte offenbar. Zur Mediengruppe, die nun sparen will, gehört neben der ”Augsburger Allgemeinen” und der “Main-Post” Würzburg auch der SÜDKURIER Konstanz. Ob Redakteure in den kommenden Wochen so wie im Juli 2011 wieder auf die Straße gehen, um Zeitungsleser auf ihre Lage aufmerksam zu machen, lässt sich noch nicht absehen.

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