Ehec-Entwarnung kommt rechtzeitig für Konstanzer Samstagsmarkt

Botschaft heißt: Esst wieder Gurken, Tomaten, Blattsalate! – Reichenau-Gemüse-Vertriebs e.G. reagiert erleichtert

Konstanz/Reichenau. Am Freitagmorgen ist die Warnung vor dem Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalaten aufgehoben worden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie das Robert Koch-Institut kamen zu dem Ergebnis, dass Sprossen und nicht Gurken, Tomaten oder Salat die Ehec-Epidemie ausgelöst haben. Auf der Insel Reichenau, die zweitgrößerter Gurkenproduzent Deutschlands ist, nahm Christian Müller, stellvertretender Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse-Vertriebs eG., die Nachricht mit Erleichertung auf. Er hofft, dass die Verbraucher jetzt verstärkt nach regionalen Produkten greifen.

Gemüsebauern hoffen auf „Heißhunger“

Für den Konstanzer Freitagsmarkt auf dem Stephansplatz kam die Meldung von der Aufhebung der Warnung vor frischen Gurken, Tomaten und knackigen Salaten zu spät. Auf dem Samstagsmarkt in Petershausen dürften die zu unrecht verdächtigten Gurken, Tomaten und knackigen Salaten aber begehrt sein. Christian Müller sagte: „Wir gucken nach vorn.“ Die Gemüseproduzenten hoffen jetzt, dass die Verbraucher nach 14-tägigem Konsumverzicht „Heißhunger“ haben und verstärkt Gurken, Tomaten und Salate kaufen.

600.000 bis 700.000 Gurken entsorgt

In Folge der Ehece-Epidemie und der vom Robert-Koch-Institut ausgesprochenen Warnungen, insbesondere vor Gemüse aus Norddeutschland, war die Nachfrage eingebrochen. Die Reichenauer verkauften 80 Prozent weniger als sonst. Nach Aussage von Christian Müller haben die Gemüsebauern 600.000 bis 700.000 Gurken vernichtet. „Wir müssen noch einige wegwerfen“, so der stellvertretende Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse-Vertriebs eG. Sie waren reif, mussten geerntet werden, lagern noch in der Halle und sind nun nicht mehr knackig frisch. Für sie kam die Entwarnung  zu spät. Über die Höhe des in den vergangenen Wochen entstandenen Schadens wollte Müller keine Aussage machen.

Wettbewerbsvorteil für regionale Produkte

Der stellvertretender Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse-Vertriebs eG sagte: „Nach meiner Einschätzung wird sich die Nachfrage langsam normalisieren.“ Bis die Meldung alle Verbraucher erreiche, werde es noch dauern. Die Kaufzurückhaltung sei enorm gewesen. Um 80 bis 85 Prozent hatte sich die Nachfrage verringert. Müller sagte aber auch „Ich bin optimistisch.“ Er hofft, dass sich die Verbraucher vermehrt und bewusst für regionale Produkte entscheiden. Ab sofort möchte er nur noch in die Zukunft schauen.

Hier geht es zu einem aktuellen Bericht über die Entwarnung, den die süddeutsche.de veröffentlicht hat.

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