Gute Nachrichten für Überlingen: Eine Million Besucher bei Landesgartenschau Nagold

Überlingen macht Schritte in Richtung 2020 – Wettbewerbsarbeiten ab Samstag öffentlich ausgestellt

Nagold/Überlingen. Die Landesgartenschau Nagold hat die Millionen-Marke übersprungen. Diese Nachricht dürfte auch die Stadt Überlinger freuen, die den Zuschlag für das Jahr 2020 hat. In Überlingen fällt in dieser Woche die Entscheidung darüber, wie die Landesgartenschau 2020 aussehen könnte. Eine Jury wird am Donnerstag und Freitag die Gewinner eines Realisierungs- und Ideenwettbewerbs ermitteln. Es wäre die erste Landesgartenschau direkt am Bodensee. Die nächste Landesgartenschau findet 2014 in Schwäbisch Gmünd statt.

Bürger-Ideen als Planer-Vorgaben

In dieser Woche bekommt die Landesgartenschau 2020 in Überlingen ein Gesicht, heißt es in einer Pressemitteilung. Am Donnerstag und Freitag, 11. und 12. Oktober, begutachtet das Preisgericht die Entwürfe von 27 Planungsbüros, die sich am Ideen- und Realisierungswettbewerb beteiligt haben. Beim Wettbewerb sind als Vorgaben auch Vorschläge aus dem Ideen-Pool der Bürger eingeflossen.

Bürgerbeteiligung und politische Entscheidung

Vor der Auslobung des Realisierungs- und Ideenwettbewerbs hatte die Stadt zu drei Bürgerwerkstätten in die Villa Kunterbunt eingeladen, die die Planstatt Senner moderiert hatte und an denen auch Bürgermeister Ralf Brettin und Oberbürgermeisterin Sabine Becker teilgenommen haben. Themen waren die Daueranlagen, das Gartenschaujahr 2020 sowie Ausstellungsorte. Die Ergebnisse der Workshops wurden damals von den Bürgern auf Zettel notiert, an Wände gepinnt abfotografiert und so dokumentiert. Der nächste Schritt ist nun die politische Entscheidung darüber, ob Überlingen die Landesgartenschau tatsächlich ausrichtet.

92.000 Euro Preisgeld

Zunächst hatten 68 Büros bei der Stadt angefragt. An einem Pflichtkolloquium in Überlingen, das Voraussetzung für dieTeilnahme am Wettbewerb war, nahmen 47 Büros teil. 27 haben die Arbeiten abgegeben. Die besten werden ein Preisgeld von netto 92.000 Euro erhalten. Die Wettbewerbssumme wurde auf Basis der HOAI 2009 ermittelt. Der 1. Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Für den zweiten sind 20.000 Euro und für den dritten 15.000 Euro vorgesehen. Für Platz 4 und 5 gibt es 10.000 und 7.000 Euro. Für Anerkennungen sind weitere 15.000 Euro ausgelobt worden. Roland Leitner erklärte, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass es zum Beispiel auch zwei erste Preise gibt und mehrere Büros aufgefordert werden, ihre Arbeiten weiter zu entwickeln. „Das Preisgericht ist berechtigt, die Gesamtsumme anders zu verteilen“, sagte Leitner. Dazu bräuchte es aber einen einstimmigen Beschluss.

Öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Am Samstag, 13. Oktober, informiert der Vorsitzende des Preisgerichts zunächst die Medien über das Ergebnis des Ideen und Realisierungswettbewerbs. Ab 14 Uhr werden die Wettbewerbsbeiträge dann erstmals öffentlich ausgestellt. Ausstellungsort ist das Gebäude Hägerstraße 8 (ehemals „Minimal“). Die Ausstellung wird bis einschließlich 21. Oktober täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Stadtverwaltung bietet zu diesen Zeiten regelmäßig Führungen an, interessierte Gruppen erhalten nach Anmeldung auch Führungen außerhalb der genannten Zeiten.

2 Kommentare to “Gute Nachrichten für Überlingen: Eine Million Besucher bei Landesgartenschau Nagold”

  1. eikju
    8. Oktober 2012 at 19:00 #

    nagold und überlingen sind fast gleichgroße städte. wenn es stimmt, was der überlinger verein „bürgersinn“ dazu schreibt, dann laufen beide städte gefahr, sich hoch zu verschulden und ein kommunales „griechenland“ zu werden. eine gartenschau ist zweifelsfrei etwas sehr schönes, man muß sie sich aber auch leisten können. nagold bleibt am schluß auf rund 20 mio euro zusätzlicher schulden sitzen. und überlingen ?
    kosmetik kann manchmal ganz schön teuer sein, vor allem für die
    folgenden jungen generationen.

    • wak
      9. Oktober 2012 at 07:25 #

      @r.vdl Ich vermisse eine Quellenangabe. Ein Anonymus wirft 20 Millionen auf den grünen Spieltisch und vergleicht Landesgartenschaustädte mit Griechenland. Tss. Bei einer Million Besucher dürfte Nagold Investitionen in das Ausstellungsjahr refinanziert haben. Und wie viel Geld eine Stadt für Daueranlagen, also neue Grünflächen, Quartiere und Wege, kurz Stadtentwicklung, ausgibt, bleibt ihr selbst überlassen. In Überlingen sollen die Daueranlagen 10,8 Millionen Euro kosten. 5,8 Euro will die Stadt investieren. 5 Millionen kommen fix vom Land. Das steht bereits fest.

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